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Ein Lokalverbot für ihren Parteivorsitzenden Sebastian Frankenberger hat den Politischen Aschermittwoch der ÖDP gehörig durcheinandergebracht. Eigentlich sollte Frankenberger, der Initiator des Bürgerbegehrens für ein striktes Rauchverbot in Bayerns Gaststätten, bei der Parteiveranstaltung im Gasthaus zur Post in Erding der Hauptredner sein. Doch er hatte seine Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der ließ ihn nämlich nicht rein. Die ÖDP bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Sie musste spontan auf ein Hotel in der Nähe ausweichen.
«Herr Frankenberger hat hier Hausverbot», sagte der Wirt höflich, aber bestimmt, wie der «Münchner Merkur» berichtete. «Als ich ihn hereinmarschieren sah, habe ich ihn sofort gebeten, das Lokal wieder zu verlassen», bestätigte er der «TZ». Eine Begründung für das Hausverbot wolle und müsse er nicht geben. Die ÖDP habe einen Raum für eine Versammlung von 40 Menschen gemietet - von Frankenberger sei nie die Rede gewesen.
Es sei schade, dass der Wirt so reagiert habe, «denn das Rauchverbot war eine demokratische Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger in Bayern», sagte Frankenberger laut Mitteilung seiner Partei. Der Wirt offenbare ein «seltsames Demokratie-Verständnis». Seine harsche Reaktion habe ihn «emotional schon getroffen».
«Er kann von uns Wirten kein Verständnis erwarten und auch nicht, dass wir ihm Tür und Tor aufhalten», betonte der Wirt dagegen im «Münchner Merkur». Frankenberger ist der Hauptinitiator des Volksbegehrens für den Nichtraucherschutz, das im vergangenen Jahr schließlich zum Volksentscheid und zu einem strikten Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie führte. Viele Wirte in ganz Bayern nehmen Frankenberger sein Engagement für den Nichtraucherschutz immer noch übel. Er hat Hausverbot in zahlreichen Kneipen, einige Münchner Wirte haben sogar Verbotsschilder an ihren Türen angebracht.