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Ob es tatsächlich zu Streiks kommen wird, ist unsicher. "Rein rechtlich müsste die Gewerkschaft der Lokführer uns zwar vorab informieren, ob dies allerdings rechtzeitig vor Beginn der Streikmaßnahmen geschieht, ist offen", erklärt Karl-Heinz Pöverlein, Personalvorstand der VAG. Er vertritt das Nürnberger Verkehrsunternehmen bei den derzeit laufenden Tarifvertragsverhandlungen.
Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hatte ihre Mitglieder bis einschließlich Montagabend zur Urabstimmung aufgerufen. 98,7 Prozent stimmten für einen Arbeitskampf. Zur Entscheidung stand das Verhandlungsergebnis, auf das sich der Kommunale Arbeitgeberverband KAV Bayern am 20. August mit der Gewerkschaft ver.di geeinigt hatte. Im Gegensatz zu ver.di hatte die dbb tarifunion/GDL das Angebot der Arbeitgeberseite abgelehnt. "Wir können leider nicht abschätzen, ob uns genug Zeit bleibt, die Kunden rechtzeitig zu informieren. Es ist zudem schwer einzuschätzen, welche Streikmaßnahmen die Gewerkschaft ergreifen wird und wie sich diese auswirken werden", so Pöverlein.
Die Unsicherheit, welche Maßnahmen zum Zuge kommen, liege darin begründet, dass die VAG keine Kenntnisse darüber habe, wie viele ihrer rund 1800 Mitarbeiter in der GDL organisiert sind. "Wir werden auch an den Streiktagen unser übliches Angebot fahren. Unser Ziel ist es, den ÖPNV weitgehend aufrecht zu erhalten", so der Arbeitsdirektor. "Wir können aber nicht ausschließen, dass einzelne Fahrten ausfallen werden."
Die VAG werde die Kunden über ihre Internetseite (www.vag.de) informieren, sobald sie Kenntnis von Maßnahmen hat. Unabhängig von den Verhandlungen mit der GDL setze die VAG bereits die mit ver.di verhandelte Tariferhöhung um, hieß es.
Bereits mit der September-Abrechnung erhielten die Mitglieder von ver.di und nicht organisierte Mitglieder ein um 1,6 Prozent höheres Tabellenentgelt sowie eine Einmalzahlung von 240 Euro für Vollzeitbeschäftigte und anteilig für Teilzeitbeschäftigte. Weitere Verbesserungen gibt es für Schichtmitarbeiter.