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Konzert für Afghanistan: Wie Punk die Welt ändert

3. Dosti-Benefizfestival in der Jugendkirche LUX - 21.11. 17:25 Uhr

Nürnberg  - Wenn Bands ohne Gage spielen, dann kann es sich nur um eines handeln: ein Benefizkonzert. So öffnete das Dosti-Benefizfestival letzten Freitag seine Pforten in der „LUX – Junge Kirche Nürnberg“. Unter dem Motto „Bildung statt Fundamentalismus“ sammelte Mario Wilde mit seiner Band „M*Bates“ bereits zum dritten Mal Spenden für die Kinderhilfe Afghanistan, die Schulen und Waisenhäuser in dem kriegsgebeutelten Land baut und betreut.


Den Auftakt bildeten die Gastgeber „M*Bates“ selbst und stimmten auf einen rockigen Abend für den guten Zweck ein. Die Indie-Rockband „Lokomotor“ aus Hof forderte mit dem Song „Wir sind Könige und Priester einer neuen Generation“ zu mehr Verantwortung gegenüber den Mitmenschen auf. „Die Welt wird verändert, wenn man im Kleinen anfängt“, so die Sängerin.

Mit einer geballten Ladung Punk-Rock setzten sich auch „Green Frog Feet“ aus Regensburg für das Projekt „Friedensschulen für Afghanistan“ ein. „Wir unterstützen bereits Projekte wie ,Schule gegen Rassismus‘“, sagt Gitarrist Rudee. „ Als Mario uns für sein Vorhaben angefragt hat, haben wir nicht lange überlegen müssen und sind gerne bereit, auch hier unseren Beitrag zu leisten.“

Als Headliner konnte die junge Band „Die Killerpilze“ gewonnen werden. Nach über 180000 verkauften CDs, Top-Ten-Chart-Platzierungen und einer ausverkauften Europatournee gehören die drei Punker zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Jungbands. „Wir unterstützen auch eigene gemeinnützige Projekte wie ,Punk macht Schule‘, die Schulen für Kinder in Äthiopien bauen, und wissen deshalb, wie wichtig es ist, sich zu engagieren und anderen Menschen zu helfen“, sagt Jo Halbig, Sänger und Gitarrist der Band. Drummer Fabi Halbig fand es besonders spannend, in einer Kirche zu spielen.


Einen runden Abschluss bildeten dann die Irish-Folk-Punker von „Mr. Irish Bastard“. „Wir freuen uns, dass wir mit dem, was wir können, also Musikmachen, Kindern in Afghanistan den Zugang zu Bildung ermöglichen können“, so der Kopf der Band, der ausschließlich unter dem Namen „Bastard Himself“ genannt sein will.

Mit rund 4500 Euro Spendeneinnahmen aus Eintrittseinnahmen, Getränkeverkauf und einer großen Tombola bei allen drei Ausgaben des Dosti-Festivals ist die Reihe ein voller Erfolg. Mario freut sich besonders darauf, den Erlös an die Familie Erös zu übergeben. Die Familie ist Gründer und Betreuer des Projekts „Weiß-Blaues Kinderhaus“ in der Paschtunenprovinz Nangahar, das nur mit bayerischen Geldern finanziert wird. 



Olivia Barth-Jurca

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