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Kraxeln auf den Riffen des Urzeitmeeres

Der Wandertipp führt diesmal zum Eibengrat bei Spies - 21.04. 18:00 Uhr

Spies  - Wandern? Wie langweilig! Mit einem ganz normalen Spaziergang in der Umgebung von Nürnberg holt man den Nachwuchs kaum hinter der Playstation hervor. Wenn man aber mit einer abenteuerlichen Kletterpartie auf den Riffen des Urzeitmeeres aufwarten kann, sieht die Sache schon anders aus. Die etwa zweistündige Runde ist ein fränkischer Klassiker und für Schulkinder gut machbar.


Wie im Märchenland: Hohe Felstürme tauchen zwischen den Buchen auf.
Wie im Märchenland: Hohe Felstürme tauchen zwischen den Buchen auf.
Foto: privat

Los geht es am Wanderparkplatz bei Spies. Kommt man von Schermshöhe, wählt man an einer Weggabelung mit einem alten Baum den rechten geteerten Weg und erreicht nach etwa dreihundert Metern den Wanderparkplatz. Mit "Rotstrich" und einer Reihe weiterer Markierungen steigen wir am Waldrand bergan und treten dann in den Wald ein.

Schon bald stehen wir vor einem Felsmassiv und müssen uns entscheiden: Kraxeln oder spazieren? Geradeaus sind die Wanderwege, rechts weist der "Rotstrich" in das Labyrinth aus bemoosten Kalkfelsen. Bei trockener Witterung ist die Eibengrat- Variante wunderbar zu begehen: Große Henkel und Felsnasen bieten den Händen immer eine sichere Angriffsfläche, die Kletterei ist nie sehr ausgesetzt und mit festem Schuhwerk findet man immer einen Tritt. Hat es aber zuvor geregnet, ist Vorsicht geboten: Die Steine und Wurzeln sind extrem glitschig. Es kann lebensgefährlich werden, wenn man unglücklich vom teilweise über 20 Meter hohen Grat abrutscht! Aber egal, ob Sonne oder Wolken: Die Eibengratbegeher sollten schwindelfrei und trittsicher sein!

Nach einer knappen Stunde führt "Rotstrich" erst steil bergab und dann über einen großen Stein zu einem Fels-Durchlass. Über eine Holz- und eine Metall-Leiter erreichen wir den höchsten Punkt unserer Wanderung. Vom "Gipfelplateau" hat man einen schönen Blick. Hier ist auch ein idealer Platz für ein Picknick oberhalb der Baumwipfel. Nun wandern wir gut gestärkt auf einem kleinen Pfad mit weniger Kletterstellen bis zum Ende der Felsformation. Hier weisen Holzschilder den Weg.

Wir gehen mit dem "Blauen Punkt" in Richtung Plech, wählen aber am nächsten Abzweig den Pfad nach Klausberg. An einer Lichtung im Eibental laden ein Tisch und Bänke zu einer weiteren Rast. Anschließend überqueren wir die Wiese und gehen mit einem ganzen Bündel Markierungen in den gegenüberliegenden Wald. Nach wenigen Minuten sind wir wieder am Einstieg zum Eibengrat und einige Meter weiter am Parkplatz. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist diese Wanderung leider nur schwer zu erreichen. Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, kann mit dem Zug nach Neuhaus und dann mit dem Bus 343 nach Plech fahren und eine etwas längere Variante der Tour wählen. 






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