Unter www.metropolregion-nuernberg.mifaz.de findet sich das Portal für die gesamte Metropolregion. Bisher stellen 26 Landkreise und Städte ihren rund 3,5 Millionen Bürgern das Angebot kostenfrei zur Verfügung. Die Mitfahrzentrale im Internet will vor allem Pendlern helfen, eine Fahrgemeinschaft für den Weg zur Arbeit zu finden.
Das Zauberwort lautet Fahrgemeinschaft. Dadurch soll sowohl die Mobilität verbessert als auch das Verkehrsaufkommen reduziert werden. Eine Konkurrenz zum Nahverkehr, so die einhellige Meinung, sei dieses Angebot auf gar keinen Fall.
Oberbürgermeister Ulrich Maly war bei der Präsentation anwesend und ist überzeugt, dass das Modell MiFaZ funktioniert: „Aus der Statistik wissen wir, dass die Pendlerzahlen insgesamt stetig zunehmen. Die Idee für das Projekt entsprang der Einsicht, dass wir Mobilität gemeinsam besser organisieren können.“ Durch die Mitfahrzentrale könnte man laut Berechnung die CO2-Menge in und um die Noris um 10000 Tonnen verringern. Die Kosten für die Online-Mitfahrzentrale für die Stadt belaufen sich auf moderate 3300 Euro im Jahr.
Per Mausklick sei das Portal leicht zu lokalisieren und zu regionalisieren. Um sich zu registrieren, benötigt man eine E-Mail-Adresse. Auch Extrawünsche sind möglich. So kann jeder Kunde seine Abneigung gegen Musikrichtungen wie zum Beispiel HipHop oder Volksmusik kundtun oder angeben, ob man ein Raucher- oder Nichtraucherfahrzeug bevorzugt. Kontakte können, wie bei Ebay, benotet werden. Eine Vermittlungspauschale fällt nicht an und für viele der Strecken bietet MiFaZ sogar einen Kostenvoranschlag. Eine Fahrt von Nürnberg nach Lauf kostet etwa 1,50 Euro. Neben der Hauptseite betreibt jede der Kommunen zusätzlich eine eigene Regionalwebseite. Den Datenschutz, so die Vertreter der Metropolregion, nehme man sehr wichtig.
„In zwei oder drei Jahren haben wir die Geschichte zum Erfolgsmodell gemacht. Dann fällt es leicht, den Rest zu überzeugen“, unterstreicht Simon Wittmann. Der Landrat aus Neustadt a.d. Waldnaab spricht die gallischen Dörfer an, die sich bisher nicht durchringen konnten, an MiFaZ zu partizipieren. Darunter befindet sich auch die Stadt Fürth. Eine Spitze in Richtung Nachbar konnte sich auch OB Maly nicht verkneifen. „Wir geben Fürth nicht auf“, sagte der Oberbürgermeister lächelnd.