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Mittlerweile hat der von der TÜV Rheinland LGA ausgerichtete „Indoor-Marathon“ schon eine gewisse Tradition: Heuer fand er bereits zum sechsten Mal statt, die erste Auflage gab es im Jahr 2005. Für die Zuschauer ist die Veranstaltung reizvoll, weil sie ganz nah an der Strecke stehen und die Läufer, die 55 (Marathon) beziehungsweise 27 (Halbmarathon) Runden zu absolvieren haben, immer wieder in kurzen Intervallen an ihnen vorbeikommen. "Da entsteht dann ein richtiger Dialog zwischen den Fans und den Sportlern“, erzählt Rainer Weiskirchen. Der 48-Jährige arbeitet bei TÜV Rheinland LGA als Pressesprecher und organisiert den Wettbewerb. „Die Idee kam uns, als wir vor einigen Jahren einen Tag der offenen Tür hatten.“ Nach den zahlreichen Führungen mit Besuchern durch das Gebäude hätten er und seine Kollegen sich gefühlt wie nach einem Marathon, erinnert sich Weiskirchen.
Die Treppen – der Wettbewerb findet im Unter- und Erdgeschoss statt – seien sportphysiologisch kein Problem, das habe man mit dem Klinikum geklärt, sagt Weiskirchen. „Und der Teppichboden ist besser, als wenn die Sportler auf Asphalt laufen müssen.“ Und sie müssten auch nicht wie im Wald Wurzeln oder anderen Hindernissen ausweichen. Dank geöffneter Fenster ist für die Frischluftzufuhr gesorgt. Knapp 150 Läufer hetzen zeitgleich durch die Flure, mehr würde aus Platzgründen nicht gehen. Am Marathon nehmen 57 Starter teil (52 Männer/5 Frauen), darunter auch der 70-jährige „Alterspräsident“ der Veranstaltung, Friedrich Hinkel. Nach zwei Stunden, 59 Minuten und 36 Sekunden ist der Erste im Ziel: Hannes Schmidt, im Vorjahr Zweiter, sichert sich zum vierten Mal den Titel. Bei den Frauen ist Sonja Decker (3:50:07) die Schnellste.
Im Halbmarathon setzt sich unter 63 Läufern (56/7) Stefan Hohberger durch (1:19:12), Juliane Port (1:45:32) ist die schnellste Frau. Von den 29 Staffeln mit je acht Läufern hat am Ende das Team Finish Line (2:41:36) die Nase vorn, das auch schon 2009 gewann. TÜV Rheinland schickte insgesamt vier Teams ins Rennen, darunter auch eines von der Außenstelle in Ungarn – die Gäste aus Osteuropa landeten am Ende auf Rang neun.