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Laufexperte Bernhard Nuss gibt Tipps

In der Gruppe das Motivationstief überwinden - 25.03. 17:22 Uhr

Nürnberg  - Laufexperte Bernhard Nuss verrät die besten Strecken in der Stadt.


Laufen mit Bernhard Nuss.
Laufen mit Bernhard Nuss.
Foto: Uwe Niklas
Laufen mit Bernhard Nuss.
Laufen mit Bernhard Nuss.
Foto: Uwe Niklas

NZ: Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Wird im Herbst und Winter weniger gelaufen?

Bernhard Nuss: Das kommt darauf an. Wer Hochleistungssport macht, der wird sicherlich weniger machen, ganz einfach um seinem Körper eine Ruhephase zu geben, die zum Training dazu gehört. Wer Sport aus Lust und Laune macht, der wird einen Tick weniger laufen, aber er wird laufen.

NZ: Bald läuft man morgens und abends wieder im Dunkeln. Gibt das Netz beleuchteter Wege in Nürnberg genug her? Wo kann man gut laufen?

Nuss: So lange, wie die Wege bei uns am Nordic Walking Park und Lauf Parcours eisfrei sind, laufen wir mit Stirnlampen. Der Sandweg ist hell geschottert und relativ breit und reflektiert genug Licht, um problemlos laufen zu können. Sollte Eis dazu kommen, ist der Gefahrenfaktor, sich zu verletzen, wesentlich höher. Darum laufen wir dann vom Tiergarten los Richtung Wöhrder See, vorbei an der Satzinger Mühle, am Wastl vorbei Richtung Wöhrder Wiese und auf der gegenüberliegenden Seite am Norikus vorbei zurück. Das ist ein eisfreier und beleuchteter Weg.


NZ: Stichwort Stirnlampen: Ist es wirklich sicher genug, mit Stirnlampe zu laufen, vorausgesetzt dass kein Eis auf dem Weg ist?

Nuss: Das ist sicher genug. Wir laufen aber natürlich nicht mehr über Stock und Stein. Wenn ich in Waldwege hineinlaufe, kann ich Bodenmulden mit Stirnlampe leicht übersehen. Dann bin ich schnell vertreten.

NZ: Was empfehlen Sie den Läufern in punkto Sicherheit: Muss man sich nachts besonders sichtbar machen?

Nuss: Die normalen Laufklamotten haben heutzutage alle Reflektoren.

NZ: Das heißt, man braucht zusätzlich keine Blinklichter?

Nuss: Nicht, solange man nicht an der Straße läuft. Ich sehe allerdings oft genug auch Läufer, die am Äußeren Ring auf dem Fahrradweg laufen. Die trauen sich nicht, in die Dunkelheit hineinzulaufen. Da wäre ein Blinklicht schon angebracht.

NZ: Momentan kann man abends beim Laufen noch den Sonnenuntergang genießen. Wie kann man sich selbst motivieren, wenn man weiß, jetzt geht es raus aus der Tür und man steht erst mal im Dunkeln?

Nuss: Indem man in der Gruppe läuft. Wenn man in der Gruppe läuft, macht es genau so viel Spaß, wie wenn es noch hell ist. Freilich, wenn der Winter rauswärts geht, freut man sich dann auch sehnlichst darauf, dass die Sonne wieder scheint. Aber man muss das Übel eben angreifen, und wenn man fit bleiben will, muss man eine Zeit lang eben in der Dunkelheit laufen. 



Eva Kettler

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