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Nun ist es nichts Neues, dass Schrollinger die Lagune ablehnt. Neu ist allerdings, dass er mit falschen Zahlen operiert – genau das aber dem Tiergarten vorwirft. Der Zoo habe Ende September niemals den millionsten Besucher dieses Jahres begrüßen können, weil da noch 126 500 Besucher zu dieser Summe gefehlt hätten, behauptet Schrollinger.
Dumm gelaufen: Der ÖDP-Stadtrat „hat bei seiner Rechnung den Monat Juli vergessen“, sagt der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau. Zum Stichtag am 29. September seien es sogar über eine Million – nämlich 1022000 Besucher – gewesen.
Dass die ursprünglich für die Lagune auf 24 Millionen Euro festgelegten Baukosten überschritten werden, wird durch Schrollingers Wiederholung ebenfalls nicht neuer. Und auch wenn der ÖDP-Stadtrat es bezweifelt: Der Tiergarten könne die Mehrausgaben durch Mehreinnahmen schultern, versichert der Zoo-Vize.
Entstanden sei die für ein Bauprojekt dieser Größenordnung durchaus übliche Überschreitung beispielsweise durch die Beschleunigung der Baumaßnahmen (damit die Lagune rechtzeitig eröffnet werden konnte), den Einbau einer Hebebühne im Rundbau des Delfinariums (die NZ berichtete) und durch die Beckenrandsicherung.
„Die eigentliche Frage ist, mit welchen Mitteln gearbeitet wird, um einen ,Erfolg‘ des Prestigeobjekts ,Lagune‘ herbeizureden.“ So beendet Schrollinger seine Pressemitteilung. Gegenfrage: Mit welchen Mitteln arbeitet eigentlich Herr Schrollinger, um das Projekt wieder einmal in Verruf zu bringen?
Mi. 23.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Fr. 18.05.12