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Neue Wege beim GNM-Fördererfest

Kraxen-Tische im Zelt und die Lust auf Veränderung - 15.07. 21:12 Uhr

Nürnberg  - Im Zeichen der Zitrusfrucht zu feiern, bedeutet keinesfalls saure Mienen – ganz im Gegenteil. Die Redensart „sauer macht lustig“, lust-ig auf Neues, trifft viel eher, was am Freitagabend beim Fördererfest im Germanischen Nationalmuseum (GNM) spürbar wurde.


Andreas Fürst, Uni Erlangen-Nürnberg, Christiane Decker, Teambank, GNM-Direktor Ulrich Großmann und Wolfgang Graf zu Castell-Castell (v.re.).
Andreas Fürst, Uni Erlangen-Nürnberg, Christiane Decker, Teambank, GNM-Direktor Ulrich Großmann und Wolfgang Graf zu Castell-Castell (v.re.).
Foto: Uwe Niklas
Andreas Fürst, Uni Erlangen-Nürnberg, Christiane Decker, Teambank, GNM-Direktor Ulrich Großmann und Wolfgang Graf zu Castell-Castell (v.re.).
Andreas Fürst, Uni Erlangen-Nürnberg, Christiane Decker, Teambank, GNM-Direktor Ulrich Großmann und Wolfgang Graf zu Castell-Castell (v.re.).
Foto: Uwe Niklas

Diese Lust auf Veränderung zeigte sich augenfällig zunächst im veränderten Ambiente: Erstmals feierten über 300 Förderer des Museums nicht wie bislang an langen Tafeln im Kreuzgang; zu jazziger Live-Musik dinierte und feierte man entweder im großen Klosterhof in einem Zelt an urigen Kraxen-Tischen aus Massivholz oder an edel weiß gedeckten Rundtischen mit Zitrus-Deko in atemberaubendem Ambiente in der Kartäuserkirche. Eine gemütliche Lounge inmitten ehrwürdiger Kunst hatte der Kulinarservice Lehrieder um den Brunnenhansel im Lichthof entstehen lassen – die Gäste waren begeistert. „Wir wollten es diesmal bewegter, kommunikativer und lebendiger gestalten und die wunderbaren Höfe einbeziehen“, erklärte Wolfgang Graf zu Castell-Castell, Vorstandsvorsitzender des Fördererkreises, die Neugestaltung.

Doch auch inhaltlich, beim Thema „Nachwuchs“, hat sich der Fördererkreis des größten kulturhistorischen Museums im deutschen Sprachraum Veränderungen zum Ziel gesetzt. Zwar konnten 21 neue Förderer seit dem Fest 2010 gewonnen werden, doch wünscht man sich eine neue Gruppe „Junger Förderer“ in der Altersgruppe 30 bis 40 Jahre. „Zum einen, um die Förderer zu verjüngen, aber beinah noch wichtiger, um die Jugend an das Museum heranzuführen“, erläuterte Graf Castell. „Es wäre sehr bedauerlich, wenn die kommenden Generationen im World Wide Web und im Facebook steckenbleiben und darüber die Schönheit und den Wert von Geschichte, Kultur und Herkunft übersehen.“


Der Frage, ob junge Förderer gewonnen werden können, nähert man sich – natürlich – wissenschaftlich: Der Fördererkreis kooperiert hier mit dem Lehrstuhlinhaber für Marketing an der Universität Erlangen-Nürnberg, Andreas Fürst. Zwei Studierende widmen sich dem Thema in ihren Bachelor-Arbeiten.

In seiner Ansprache informierte Graf Castell die Förderer auch über Finanzen und Projekte. Die aktuelle Ausstellung „Frucht der Verheißung“ unterstützten die Förderer mit 40000 Euro (erhebliche Einzelspenden gingen zudem ein); 150000 Euro sollen der Schau „Der frühe Dürer“ zufließen. Projektleiter Daniel Hess vermittelte dem Auditorium Einblicke in die Vorbereitungen zur Präsentation und einen Vorgeschmack darauf, was die Besucher rund um den jungen Dürer ab dem 24. Mai 2012 erwartet.

Bei am Grill zubereiteten Fleischgenüssen, edlen Pilzen, Heilbutt, Wein aus dem Hause Castell und einer quasi ausstellungsbegleitenden Variation frischer Zitrusfrüchte wurde bei Kerzenschein bis in die Nacht mit

allen Sinnen genossen, geplant und gefeiert. 



Anabel Schaffer

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