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Nürnberger Gymnasien kooperieren mit chinesischen Schulen

Vertrag über Zusammenarbeit ist unterzeichnet - 21.11. 18:13 Uhr

Nürnberg  - Die Welt wird immer kleiner, "Globalisierung" ist längst kein leeres Schlagwort mehr. Die Volksrepublik China gewinnt als Wirtschaftspartner für den Westen täglich an Attraktivität. Auch die Schulen strecken ihre Fühler nach China aus. Drei Nürnberger Gymnasien haben einen Vertrag über ihre künftige Zusammenarbeit mit einer Schule in Wuhan (Zentralchina) unterzeichnet.

Haben ein Kooperationsabkommen für ihre Schulen unterzeichnet: (von links) Wilfried Büttner, Leiter des Pirckheimer-Gymnasiums, Wu Ming’en, Direktor der Chanqging Schule Nr.1, Michael Schopp, Leiter der Wilhelm-Löhe-Schule, und Harald Pinzner, Leiter des Martin-Behaim-Gymnasiums.
Haben ein Kooperationsabkommen für ihre Schulen unterzeichnet: (von links) Wilfried Büttner, Leiter des Pirckheimer-Gymnasiums, Wu Ming’en, Direktor der Chanqging Schule Nr.1, Michael Schopp, Leiter der Wilhelm-Löhe-Schule, und Harald Pinzner, Leiter des Martin-Behaim-Gymnasiums.
Foto: Roland Fengler
Haben ein Kooperationsabkommen für ihre Schulen unterzeichnet: (von links) Wilfried Büttner, Leiter des Pirckheimer-Gymnasiums, Wu Ming’en, Direktor der Chanqging Schule Nr.1, Michael Schopp, Leiter der Wilhelm-Löhe-Schule, und Harald Pinzner, Leiter des Martin-Behaim-Gymnasiums.
Haben ein Kooperationsabkommen für ihre Schulen unterzeichnet: (von links) Wilfried Büttner, Leiter des Pirckheimer-Gymnasiums, Wu Ming’en, Direktor der Chanqging Schule Nr.1, Michael Schopp, Leiter der Wilhelm-Löhe-Schule, und Harald Pinzner, Leiter des Martin-Behaim-Gymnasiums.
Foto: Roland Fengler

Wu Ming’en ist Direktor der Chanqging Schule Nr.1 in Wuhan, einer Stadt mit sieben Millionen Einwohnern. Die Chanqging Schule Nr.1 besuchen 3.500 Schüler, 500 von ihnen lernen ab der 5.Klasse Deutsch – als zweite Fremdsprache, nach Englisch. Auch wenn sich das chinesische Schulsystem deutlich von unserem unterscheidet, wie Wu betont, will er dazu beitragen, in China durch Bildung das interkulturelle Angebot zu erweitern. Künftig sollen Schüler aus Wuhan und Nürnberg auch gegenseitige Austauschprogramme nutzen können.

Auf Nürnberger Seite beteiligen sich das Martin-Behaim-Gymnasium, das Pirckheimer-Gymnasium und die Wilhelm-Löhe-Schule. Außer regelmäßigen Schülerbegegnungen soll es eine Kooperation im Bildungsbereich geben. Jetzt schon entscheiden sich immer mehr deutsche Schüler für Chinesisch als Wahlfach.


Um diesen Unterricht effizienter organisieren zu können, arbeiten die genannten drei Schulen jetzt schon zusammen. Künftig wollen sie sich auch beim Schüleraustausch unter die Arme greifen. Hilfe bekommen sie dabei vom Goethe-Institut Peking sowie vom Konfuzius-Institut Erlangen-Nürnberg. Außerdem wird das Projekt unterstützt vom Schul- und vom Wirtschaftsreferat der Stadt sowie vom Amt für Internationale Beziehungen.

Derzeit sucht man noch nach Sponsoren aus der Wirtschaft und will dabei beispielsweise den Chinesischen Unternehmerverband mit ins Boot holen. Bei der finanziellen Unterstützung gehe es darum, auch weniger bemittelten Schülern aus der Südstadt die Reise nach China zu ermöglichen, so Wilfried Büttner, der das Pirckheimer-Gymnasium in der Gibitzenhofstraße leitet. Michael Schopp, Direktor der evangelischen kooperativen Gesamtschule Wilhelm Löhe, hält es für wichtig, dass die Jugendlichen „auch in andere Kontinente schauen, insbesondere nach China, wo knapp ein Fünftel der Menschheit lebt“.

Umgekehrt hat in den letzten Tagen eine Schuldelegation aus Wuhan im Rahmen ihres Aufenthalts im Großraum das Konfuzius-Institut in Nürnberg ebenso besucht wie den Lehrstuhl für Sinologie an der Universität in Erlangen und die drei beteiligten Nürnberger Schulen. Dort haben die chinesischen Lehrkräfte auch am Unterricht teilgenommen. Besonders beeindruckt hat Herrn Wu ein Galaabend am Martin-Behaim-Gymnasium. 



Ute Wolf

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