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Wie berichtet, befindet sich Klever seit Inkrafttreten des strikten Rauchverbots am 1. August in einer schwierigen Situation: Sie betreibt das "Casa del Habano", das in erster Linie ein Ort ist, an dem Zigarren genossen werden. Weil Klever zur Zigarre aber auch ein Getränk reicht, fällt sie unter das Gaststättengesetz. Demnach darf in ihrer Raucher-Lounge am Hauptmarkt strenggenommen niemand mehr rauchen.
Klever hatte aber bereits vor Inkrafttreten des Verbots angekündigt, vor Gericht zu ziehen. Sie will erreichen, dass ihr Lokal nicht mehr als Gaststätte bewertet wird. Das Ordnungsamt lässt daraufhin die Zigarren-Freunde weiterrauchen - bis über die Klage entschieden ist. Allerdings sollte Klever bis zum 16. August die Klage eingereicht haben. "Ganz konnten wir den Termin nicht einhalten", sagte Christine Klever gestern. Genauigkeit sei ihr und ihrem Anwaltsteam wichtig, die Frist hingegen knapp gewesen. Das Ordnungsamt duldete die dreitägige Verspätung.
Am Mittwoch Abend hatten sie und ihre Anwälte die Klage unterzeichnet. Heute soll sie rausgeschickt werden. Scheitert Klever vor Gericht, würde sie dies ihre Existenz kosten. Ihre Existenz sehen auch Wasserpfeifen-Café-Betreiber bedroht. "Viele von ihnen wollen sich bei mir Rat holen", so Klever. Sie könne ihnen aber nicht helfen und verweist sie an die Initiative "Bayern sagt Nein".
Einer dieser Wirte ist Lemir Tarek Chehab. Der 41-Jährige betreibt die Shisha- und Cocktailbar "Mocca" am Aufseßplatz. Er hatte ebenfalls angekündigt, gegen das Rauchverbot beim Bayerischen Verfassungsgericht zu klagen. Seine Anwältin sei derzeit dabei, die Klage zu verfassen. Allerdings werde er sie nicht vor September einreichen können. "Ich hoffe, wir halten so lange durch, obwohl ich schon jetzt nicht mehr weiß, wie ich die laufenden Kosten decken soll." Seine Einnahmen seien massiv eingebrochen, denn für sein Lokal gibt es keine Schonfrist, hier bleiben die Wasserpfeifen kalt.