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Die neue Aufgabe bezeichnete Regitz als „große Herausforderung“. Aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit als Lehrkraft aber auch als langjähriges Vorstandsmitglied im CSU-Kreisverband Nürnberg-Nord kenne sie viele Themenkreise, die Frauen auf den Nägeln brennen. Dazu gehöre etwa die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit oder die Einrichtung von Ganztagsschulen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.
Darüber hinaus möchte Regitz die Frauen-Union klarer in der Gesellschaft verankern. „Wir wollen wahrgenommen werden in der CSU“, sagte die Stadträtin im Gespräch mit der Lokalredaktion. Dabei wolle sie sowohl für als auch mit Frauen Politik machen.
Dafür brauche der Bezirksverband „mutige und starke Frauen, die politische Ämter besetzen“, unterstrich Dagmar Wöhrl, die bisherige Bezirksvorsitzende der Frauen-Union. Eine Frauen-Quote nutze nichts, wenn Frauen in der Politik nicht aktiv genug mitmischten.
Die Frauen-Union wolle ein Spiegelbild der Gesellschaft sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten bestimmte Zielgruppen – Vereine, Verbände, Kirchen, aber auch Migranten-Gruppierungen – verstärkt angesprochen werden, meinte die 57-Jährige. Offen blieb, wie der wachsende Kreis der HartzIV-Empfänger integriert werden könnte.
Aus ihrer Sicht ist die Frauen-Union „ein Kleinod der CSU“, das „andere Parteien so nicht haben“. Die CSU müsse erkennen, dass gerade Frauen beim Zukunftsthema Facharbeiter-Mangel „ein schlummerndes Potenzial“ darstellten. Allerdings seien lediglich 55 Prozent aller berufstätigen Frauen in Deutschland in Vollzeit tätig. Hier seien sowohl Unternehmen als auch Politik gefordert, mehr zu tun.
Wöhrl hatte den 947 Mitglieder starken Bezirksverband Nürnberg-Fürth-Schwabach 2009 von der langjährigen Vorsitzenden Karin Goller ohne Gegenkandidatin übernommen. Sie habe dies von Anfang an als Interimsaufgabe gesehen, sagte die Bundestags-Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Deshalb habe sie nicht erneut für den Bezirksvorsitz kandidiert.