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Restaurierte Kleinbahn Adler zurück im Tiergarten

80 Personen können pro Fahrt zusteigen - 14.02. 07:25 Uhr

Nürnberg  - Der Adler ist gelandet - in dichtem Schneegestöber wurde am Montag im Tiergarten der kleine Adler nach Jahren der Abwesenheit wieder auf seine Gleise gesetzt. Die Lok mit den sechs Wagen war aufwändig restauriert worden und soll ab Gründonnerstag wieder Besucher durch den Tiergarten kutschieren.

Jürgen Schlerf von MAN (4.v.r.), Tiergartenchef Dag Enke (3.v.r.), Martin Burkert (SPD) (2.v.r.) und die Azubis von MAN, die den kleinen Adler restauriert haben, waren dabei, als die 1:2 Nachbildung der ersten deutschen Lok per Kran vom Lkw gehoben wurde.
Jürgen Schlerf von MAN (4.v.r.), Tiergartenchef Dag Enke (3.v.r.), Martin Burkert (SPD) (2.v.r.) und die Azubis von MAN, die den kleinen Adler restauriert haben, waren dabei, als die 1:2 Nachbildung der ersten deutschen Lok per Kran vom Lkw gehoben wurde.
Foto: Roland Fengler
Jürgen Schlerf von MAN (4.v.r.), Tiergartenchef Dag Enke (3.v.r.), Martin Burkert (SPD) (2.v.r.) und die Azubis von MAN, die den kleinen Adler restauriert haben, waren dabei, als die 1:2 Nachbildung der ersten deutschen Lok per Kran vom Lkw gehoben wurde.
Jürgen Schlerf von MAN (4.v.r.), Tiergartenchef Dag Enke (3.v.r.), Martin Burkert (SPD) (2.v.r.) und die Azubis von MAN, die den kleinen Adler restauriert haben, waren dabei, als die 1:2 Nachbildung der ersten deutschen Lok per Kran vom Lkw gehoben wurde.
Foto: Roland Fengler

Die Kleinbahn rollte seit 1963 durch den Tiergarten, beförderte in ihren 45 Jahren rund 5,1 Millionen Menschen. 2008 wurde sie wegen des Baus der Delfinlagune aus dem Verkehr gezogen. Die vergangenen drei Jahre wurde die Miniaturversion der ersten deutschen Eisenbahn mit einer Spurweite von 600 Millimetern in den Werken der MAN Truck & Bus AG in der Vogelweiherstraße von den Auszubildenden des Werkes restauriert.

Sie knüpfen damit an eine Tradition an, denn der Adler war in den 60er Jahren ebenfalls von MAN-Azubis gebaut worden. Rund 45 Lehrlinge haben an der Restaurierung mitgewirkt. Unter anderem wurde die Lok mit einem 92-PS-starken Bio-Diesel-Motor ausgestattet, einer Spezialanfertigung. Ansonsten konnten – außer den Verschleißteilen – alle Teile aufgearbeitet werden. Die 2012er-Version pfeift und dampft sogar. Auch die 700 Meter lange Fahrstrecke wurde verlängert und verläuft nun vom Giraffengehege, an der Delfinlagune vorbei bis zum Kinderzoo.



Eigentlich sollte die Kleinbahn schon im August 2011 wieder fahren, doch die Arbeiten sowohl am Zug als auch am Gleisbett verzögerten sich.

Gekostet hat die Restaurierung 700000 Euro, 50000 Euro kamen von der Deutschen Bahn, 5000 Euro von Besuchern, 150000 Euro spendete die Sparda-Bank. 500000 Euro bleiben am Tiergarten hängen. Die Bahn kümmert sich zudem um die Gleise. Der Adler wird ab Ostern von einem neuen Pächter betrieben, der bereits die Bungee-Anlagen im Tiergarten unterhält. Der Tiergarten erhält einen umsatzabhängigen Teil der Einnahmen als Pacht.

80 Personen können pro Fahrt zusteigen. An Spitzentagen wird mit insgesamt 800 Passagieren pro Tag gerechnet. Die Fahrpreise sollen moderat bleiben: 1 Euro kostet Erwachsene die einfache Fahrt, 1,50 Euro der Hin- und Rückweg. Für Kinder sind es 50 Cent bzw. 1 Euro. Kostendeckend wird der Zug aber wohl nicht arbeiten, schätzt Tiergartenchef Dag Encke. 



Claudia Urbasek

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Tiergarten



Kurzbeschreibung:
In einem weitläufigen Gelände mit Wald, Wiesen, Weihern und Sandsteinfelsen liegt der Nürnberger Tiergarten. Er gilt als einer der schönsten deutschen Landschaftszoos.
Die 2011 fertiggestellte Delfinlagune sorgt für höhere Besucherzahlen aber auch für Kritik.