Söder, der in seinem neuen Amt auch Chef der Staatlichen Burgen und Schlösserverwaltung ist, will das jahrzehntelange Ungleichgewicht bei der Verteilung der Fördermittel ändern: Weniger Geld für die Schlösser, die vor allem im Süden Bayerns angesiedelt sind, dagegen etwas mehr Geld für die Burgen, die in Nordbayern ihren Schwerpunkt haben, lautet die Devise. Der Nürnberger hat nach seinem Amtsantritt gleich eine Arbeitsgruppe „Burgen“ eingesetzt.
Doch Burgenminister Söder ist nicht allein bei der Entdeckung von altem Mauerwerk. Die CSU-Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl hat herausbekommen, dass es eine neue Briefmarkenserie „Burgen und Schlösser“ geben wird. Dabei darf natürlich die Nürnberger Burg als Motiv nicht fehlen.
Wöhrl hat deshalb den zuständigen Minister, Innenminister Wolfgang Schäuble, geschrieben, die Nürnberger Burg in die Briefmarkenserie aufzunehmen: „Der Wert einer solchen Briefmarke wäre für unsere Stadt enorm. Sie wäre eine riesengroße – und vor allem kostenlose – Werbung für Nürnberg, denn eine solche Briefmarke wird millionenfach aufgelegt und in Deutschland, Europa und der ganzen Welt versendet.“ Die CSU deckt mit dem Thema Burg und der Sanierung des Wöhrder Sees Höhen und Tiefen Nürnbergs ab. Fehlt nur noch der Tiergarten.