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Stadtrat verhindert drei neue Spielhallen

Bebauungsplan für den Hauptbahnhof - 10.02. 08:20 Uhr

Nürnberg  - Die Stadträte im Stadtplanungsausschuss haben gestern einstimmig die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für den Hauptbahnhof beschlossen, damit soll die Einrichtung von drei neuen Spielhallen im ersten Stock des Gebäudes verhindert werden.


Der Stadtrat verhindert drei neue Spielhallen am Hauptbahnhof.
Der Stadtrat verhindert drei neue Spielhallen am Hauptbahnhof.
Foto: privat
Der Stadtrat verhindert drei neue Spielhallen am Hauptbahnhof.
Der Stadtrat verhindert drei neue Spielhallen am Hauptbahnhof.
Foto: privat

Ziel des Bebauungsplanverfahrens ist die Ausweisung eines Sondergebiets Hauptbahnhof, die NZ berichtete. Mit den Mitteln des Baurechts sollen dann bestimmte Nutzungen wie Bordelle, Spielhallen und Geschäfte mit Sex-Artikeln ausgeschlossen werden. Der Stadtrat will damit verhindern, dass die Verkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof heruntergewirtschaftet wird, so Baureferent Wolfgang Baumann. Gerade im Umfeld von Spielhallen gebe es solche negativen Effekte.

SPD-Fraktionschef Christian Vogel kritisierte das „extrem-zynische Verhalten“ der Bahn, weil sie als staatliches Unternehmen einen Bauantrag für Spielhallen gestellt hat. CSU-Stadtrat Andreas Krieglstein kritisierte auch den ausufernden Alkoholkonsum rund um die Uhr im Hauptbahnhof: „Das ist nicht mehr vertretbar. Da geht es zu wie in einem Getränkemarkt.“ Baumann machte aber keine Hoffnungen, dass der Alkoholproblematik mit Mitteln des Baurechts beizukommen sei.


Große Anstrengungen will die Stadt bei der Mobilisierung von Bauland unternehmen. Wie berichtet, wird die Bevölkerungszahl Nürnbergs bis 2025 deutlich zulegen. Weitaus mehr als die Prognosen in der Vergangenheit vorausgesagt haben. CSU-Stadtrat Joachim C. Thiel rechnet mit 540000 Einwohnern im Jahr 2025. Derzeit sind es etwas über 510000. Laut Vogel fehlen in den nächsten 15 Jahren 38000 Wohnungen. SPD und CSU befürchten, dass sowohl die Baugrundpreise als auch die Mieten deutlich zulegen werden, wenn nicht gehandelt werde. Das Amt für Stadtentwicklung hat jetzt einen Katalog vorgelegt, wo noch Bauflächen entwickelt werden können, die NZ berichtete.

Verwaltung will auf die Besitzer von Bauland zugehen

Die Stadt will jetzt verstärkt auf Baulandbesitzer zugehen und große Areale in einzelnen Schritten entwickeln, sicherte Baumann zu. Wichtig sei stets eine gute Infrastruktur. Die Kritik von Seiten der CSU, dass es in Nürnberg viel zu lange dauere, bis Bauland auf den Markt komme, erklärte Baumann mit Akzeptanzproblemen von Anliegern wie beim Moorenbrunner Feld sowie dem großen verwaltungstechnischen Aufwand, der sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht habe, auch bei kleinen Flächen.

  



André Fischer

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