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Das 1977 eröffnete Haus, etwas abseits der Hauptwege des Zoos gelegen, ist in die Jahre gekommen und dümpelt seit einiger Zeit ein wenig vor sich hin. Das soll sich bald ändern.
Düster wirkt das alte Tropenhaus - von außen wie von innen. Seit dem Umzug der Seekühe ins Manatihaus ist nur noch das Schabrackentapir-Paar in dem Betonbau für Zoobesucher interessant. Die Pflanzenwelt wirkt seit Jahren schon nicht mehr so üppig wie zur Blütezeit der Einrichtung.
Doch so soll es nicht bleiben. „Über die Zukunft des Hauses wurde noch nicht entschieden“, sagt der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau. Für einen großen Umbau fehle im Augenblick sowieso das Geld, deshalb werde er bestimmt noch zwei bis drei Jahre auf sich warten lassen. Eine Umgestaltung in kleinerem Rahmen hat jedoch schon begonnen.
Das Seekuhbecken hat eine neue Insel bekommen und einen größeren Uferbereich. Noch fehlt das Wasser, aber sobald das eingelassen ist, können die beiden Kaimane aus dem alten Flusspferdhaus übersiedeln. Von dort müssen sie wegen der Sanierung des aus dem Jahr 1939 stammenden Gebäudes weg (die NZ berichtete).
Weil Krokodile im Gegensatz zu Manatis bissig sind, haben Tiergartenmitarbeiter oberhalb der durchsichtigen Beckenwand im Tropenhaus ein Netz gespannt. Das macht zwar optisch keinen schönen Eindruck, doch „die Sicherheit der Besucher geht vor“, betont Mägdefrau.
Links neben dem Bassin waren bislang die Zwergseidenäffchen untergebracht. Weil ihre ursprüngliche Heimat Südamerika ist, passen sie gut ins Manatihaus und erweitern bald – als zweite kleine Affenart neben den Weißgesichtssakis – die Palette der dort präsentierten Tiere. Vorläufig müssen sie noch in der Quarantänestation im Betriebshof abwarten.
Faultier Jonas, ein weiterer Tropenhausbewohner, verdrückt sich meist in eine dunkle Ecke unter der Decke und ist für die Besucher schlecht zu sehen. Da er auch keine Partnerin mehr hat, wird er demnächst den Tiergarten verlassen. Das 15 Jahre alte Männchen, das aus Halle nach Nürnberg kam, findet eine neue Heimat im Zoo Schmiding (bei Wels in Österreich).
Unterdessen hat die Sanierung des Flusspferdhauses ebenfalls begonnen. Terrarien und Holzverkleidungen wurden herausgerissen, um die feuchten Wände frei- und danach trockenzulegen. Nur „ein Berg von Blütenfledermäusen“ (Mägdefrau) ist von den Hausbewohnern übriggeblieben. „Die haben sich stark vermehrt, ihr Bestand hat sich in den letzten paar Jahren verdreifacht“, freut sich der Zoo-Vize. Nun wird „ein ganzer Schwung“ an den Zoo Magdeburg abgegeben, weitere Mini-Draculas gehen zu Forschungszwecken an die Universitäten Berlin und Ulm.
Wenn alles rundläuft, soll das Flusspferdhaus im Herbst nächsten Jahres den Besuchern wieder offenstehen – mit einem neuen Konzept als Wüstenhalle. Zu feucht kann es dann jedenfalls nicht mehr werden...
Mi. 23.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Fr. 18.05.12