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Im Visier hat das städtische Verkehrsunternehmen vor allem die Wiederholungstäter, die nicht zum ersten Mal von den Kontrolleuren ohne einen gültigen Fahrschein erwischt werden. Geht es nach den Vorstellungen der VAG, so sollen ertappte Schwarzfahrer in Zukunft 60 statt wie bisher 40 Euro bezahlen. Werden sie wieder auffällig, schnellt das „erhöhte Beförderungsentgelt“ auf 120 Euro. Beim dritten Mal wird eine Strafanzeige gestellt.
Der Grund für die härtere Gangart: Dem Nürnberger Verkehrsunternehmen bereiten notorische Schwarzfahrer Probleme. Diese verständigen sich bandenmäßig über Facebook minutenaktuell über die Einsatzorte von Kontrolleuren. „Wir sehen diesen Wettkampf sportlich“, nimmt es VAG-Sprecherin Elisabeth Seitzinger mit Humor. „20 Kontrolleure sind täglich unterwegs. Diese sind aber meistens schon woanders, wenn die Schwarzfahrer sich gegenseitig informieren.“
Diesen Schwarzfahrern sagt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in dem auch die VAG Mitglied ist, den Kampf an. Er fordert eine Initiative der Politik in Bund und Ländern gegen „Beförderungs- Erschleicher“, sagt VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Denn die Höchstgrenze der Strafzahlungen können die Unternehmen nicht von sich aus festlegen; sie können sie nur unterschreiten. Festgelegt ist diese Höchstgrenze von derzeit maximal 40 Euro in Verordnungen, über deren Änderung die Bundesregierung und die Länder bestimmen müssten.