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Vierlinge haben Nürnberg verlassen

Gepardennachwuchs ist nach Köln und Prag umgezogen - 07.01. 09:00 Uhr

Nürnberg  - Aufmerksamen Tiergartenbesuchern ist es aufgefallen: Die vier Geparden-Jungen Kubango, Tibati, Kito und Taboro haben den Schmausenbuck verlassen. Kurz vor Weihnachten sind sie in andere Zoos umgezogen, zwei in Nürnbergs tschechische Partnerstadt Prag, zwei nach Köln.

Kelly mit ihren Vierlingen im Juni 2010: Die flauschigen Gepardenbabys haben viele Tiergartenbesucher begeistert.
Kelly mit ihren Vierlingen im Juni 2010: Die flauschigen Gepardenbabys haben viele Tiergartenbesucher begeistert.
Foto: Hagen Gerullis
Kelly mit ihren Vierlingen im Juni 2010: Die flauschigen Gepardenbabys haben viele Tiergartenbesucher begeistert.
Kelly mit ihren Vierlingen im Juni 2010: Die flauschigen Gepardenbabys haben viele Tiergartenbesucher begeistert.
Foto: Hagen Gerullis

Die Vierlinge waren beim Publikum sehr beliebt, das sie gern beobachtete, wenn sie zusammen mit ihrer Mutter Kelly wild durch das Gehege neben der „Waldschänke“ tollten. Aber vier männliche Geparden, die langsam aber sicher in die Pubertät kommen, das ist zu viel für einen Zoo – zumindest wenn dort auch noch der Herr Papa lebt: Turbo duldet keine Konkurrenz neben sich.

Kaum waren die Vierlinge weg, habe Turbo sofort Annäherungsversuche bei Kelly unternommen, so Tiergartendirektor Dag Encke. Die Pfleger sorgten dafür, dass Kelly und der Kater sich am Gitter zwischen ihren Gehegen begegneten, „und schon zeigte sie alle Anzeichen von Rolligkeit“, erzählt Encke. Das Weibchen hatte daraufhin einen spontanen Eisprung, der bei Geparden durch Aufregung, Stress oder – wie in diesem Fall – Freude ausgelöst wird. Kurz darauf hat Turbo die Gepardendame gedeckt.



Die Tiergartenmitarbeiter rechnen damit, dass Kelly im Frühjahr ihre nächsten Jungen zur Welt bringen wird; die Tragzeit dauert drei bis dreieinhalb Monate. Nachdem für die Gepardin die erste Geburt, bei der sie gleich die Viererbande warf, so gut abgelaufen ist, hofft man am Schmausenbuck, dass auch beim nächsten Mal wieder alles glatt geht.

Vielleicht werden es dann ja auch ein oder mehrere Gepardenmädchen? Die könnten nämlich länger in Nürnberg bleiben als Kater. Die Kleinen wachsen bei dieser Katzenart maximal zwei Jahre bei der Mutter auf, die sie dann nicht mehr haben will . „Je länger sie bei ihr bleiben, desto besser, denn umso mehr Zeit haben sie, um von ihr zu lernen“, sagt der Zoochef. Die aus Irland stammende Kelly habe auch viel von ihrer Mutter abgeschaut.

Und sie hat offenbar im Tiergarten weitergelernt: Während die Pfleger vor zwei Jahren alle möglichen Tricks auffahren mussten, um Kelly und Turbo überhaupt zum Austausch von Zärtlichkeiten zu animieren, konnten es die beiden diesmal kaum abwarten, wieder zusammenzukommen.

Mehr zum Thema Tiergarten Nürnberg und über Tiere im allgemeinen lesen Sie im NZ-Blog „Achtung, Wolf!“.
  



Ute Wolf

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Tiergarten



Kurzbeschreibung:
In einem weitläufigen Gelände mit Wald, Wiesen, Weihern und Sandsteinfelsen liegt der Nürnberger Tiergarten. Er gilt als einer der schönsten deutschen Landschaftszoos.
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