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Wenn die Lieblingsplatte zur Wanduhr wird

Nachhaltige Geschenke beim Winterkiosk im K4 - 19.12. 23:05 Uhr

Nürnberg  - Was macht man mit einer umfangreichen, aber reichlich zerkratzten Schallplattensammlung? Der 21-jährige Philip Krauß aus Nürnberg baut in Single-Schallplatten Uhrwerke ein und formt aus Langspielplatten, die er mit Heißluft biegsam macht, Schalen aus Vinyl.


Wer noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk suchte, war beim Winterkiosk im K4 richtig. 80 Aussteller zeigten am Wochenende Produkte aus ökologischer, regionaler und fairer Produktion.
Wer noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk suchte, war beim Winterkiosk im K4 richtig. 80 Aussteller zeigten am Wochenende Produkte aus ökologischer, regionaler und fairer Produktion.
Foto: Harald Sippel
Wer noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk suchte, war beim Winterkiosk im K4 richtig. 80 Aussteller zeigten am Wochenende Produkte aus ökologischer, regionaler und fairer Produktion.
Wer noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk suchte, war beim Winterkiosk im K4 richtig. 80 Aussteller zeigten am Wochenende Produkte aus ökologischer, regionaler und fairer Produktion.
Foto: Harald Sippel

„Zum Wegwerfen waren sie mir zu schade“, sagt der junge Mann mit Blick auf seine Exponate. Aus Plattenhüllen bastelt der Sozialpädagogik-Student außerdem dekorative Schachteln im Retro-Design. Mit diesen werden die Objekte zu einem hübschen Geschenk für Musikliebhaber.


Witzige Geschenkidee für Musikliebhaber: Philip Krauß aus Nürnberg macht aus Schallplatten Wanduhren und Schalen. Maria Nutz aus Spalt verkauft Filzpantoffeln aus der Mongolei und unterstützt damit soziale Projekte in Ulan Bator.
Witzige Geschenkidee für Musikliebhaber: Philip Krauß aus Nürnberg macht aus Schallplatten Wanduhren und Schalen. Maria Nutz aus Spalt verkauft Filzpantoffeln aus der Mongolei und unterstützt damit soziale Projekte in Ulan Bator.
Witzige Geschenkidee für Musikliebhaber: Philip Krauß aus Nürnberg macht aus Schallplatten Wanduhren und Schalen. Maria Nutz aus Spalt verkauft Filzpantoffeln aus der Mongolei und unterstützt damit soziale Projekte in Ulan Bator.
Witzige Geschenkidee für Musikliebhaber: Philip Krauß aus Nürnberg macht aus Schallplatten Wanduhren und Schalen. Maria Nutz aus Spalt verkauft Filzpantoffeln aus der Mongolei und unterstützt damit soziale Projekte in Ulan Bator.

Beim Winterkiosk, der an diesem Wochenende im K4 stattfand, hat Philip Krauß seine Uhren und Schalen auf einer alten VW-Käferhaube drapiert. Mit seiner Idee aus Altem etwas Neues zu machen, liegt er ganz auf der Linie der Organisatoren des Winterkiosks: Ökologisch, besonders langlebig, handgemacht, fair gehandelt oder in der Region hergestellt sollen die Waren sein, die an den Ständen von gut 80 Ausstellern zu sehen sind.


Handgemacht und für einen guten Zweck sind zum Beispiel die bunten Filzpantoffeln aus der Mongolei, die Maria Nutz auf einem großen Tisch im Treppenhaus aufgebaut hat. „Mütter aus schwierigen sozialen Verhältnissen filzen die Schuhe in ihren Jurten“, sagt Maria Nutz und erzählt, dass die Frauen so immerhin ein kleines Einkommen erzielen würden. Ihren Gewinn spendet die Frau, die auf Reisen auf die Armut in der Mongolei aufmerksam wurde, an die Christina-Noble-Stiftung, die sich um Straßenkinder in Ulan Bator kümmert.

Viele Besucher hatten ihre Kinder mit ins K4 gebracht. Damit dem Nachwuchs nicht langweilig wurde, hatten die Organisatoren jede Menge Mitmachaktionen im Programm: Von Origamifalten über einen Nähkurs bis zu Schleuderbildern reichten die kreativen Angebote. Im „Wintergarten“ im Außenbereich wärmten sich die Gäste mit Bio-Glühwein, heißen Würsten und am Lagerfeuer auf. Hier mümmelten auch einige Schafe in einem Pferch ihr Heu. Deutlich beliebter waren am bitterkalten Samstag die gastronomischen Angebote im Haus: Ganz nach Geschmack gab es zum Beispiel asiatische Küche von Mai Nguyen oder Bio-Kaffee.

Mit dem neuen Veranstaltungsort K4 war Organisatorin Katharina Winter sehr zufrieden. Aber auch Aussteller und Besucher lobten, dass die großzügigen und zentralen Räumlichkeiten und die Zusammenarbeit mit den Gruppen und Initiativen im Haus, den diesjährigen Winterkiosk zu einem der schönsten gemacht hätten. Auch der Besucherrekord von insgesamt über 3500 erwachsenen Gästen spricht für die Räume. 2011, so Katharina Winter, wolle man gerne wieder mit dem K4 zusammenzuarbeiten.
  





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