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Wer hat den tollsten Deutschen Schäferhund?

Im Stadion treten rund 1800 Tiere miteinander in Konkurrenz um den Weltmeistertitel - 02.09. 19:00 Uhr

Nürnberg  - Wer sich in diesen Tagen dem easyCredit-Stadion nähert, wird von Hundegebell aus allen Ecken begrüßt. Rund 1800 Tiere bevölkern das Areal seit gestern. Anlass ist die Bundessiegerzuchtschau des Vereins für Deutsche Schäferhunde, die bereits zum dritten Mal in Nürnberg stattfindet. Bis Sonntag können die erwarteten 40000 Besucher beobachten, welcher Vierbeiner das Zeug zum Sieger hat.


Sieht spektakulär aus, tut aber weder Hund noch Mensch weh: Bei einer Prüfung des Weltchampionats verteidigt der Hund seinen Besitzer und beißt in den Arm des Angreifers.
Sieht spektakulär aus, tut aber weder Hund noch Mensch weh: Bei einer Prüfung des Weltchampionats verteidigt der Hund seinen Besitzer und beißt in den Arm des Angreifers.
Foto: Uwe Niklas
Sieht spektakulär aus, tut aber weder Hund noch Mensch weh: Bei einer Prüfung des Weltchampionats verteidigt der Hund seinen Besitzer und beißt in den Arm des Angreifers.
Sieht spektakulär aus, tut aber weder Hund noch Mensch weh: Bei einer Prüfung des Weltchampionats verteidigt der Hund seinen Besitzer und beißt in den Arm des Angreifers.
Foto: Uwe Niklas

Bei diesem Wettbewerb geht es allein um die Ehre, Geld ist nicht zu gewinnen. Umso erstaunlicher ist es, dass zu dem dreitägigen Wettbewerb Hundebesitzer aus aller Welt anreisen, darunter hauptsächlich Züchter. "Rund 8000 Hundepfoten haben sich auf dem Weg nach Nürnberg gemacht", sagt Heiko Grube, Vizepräsident des Vereins für Deutsche Schäferhunde.

Ihre Besitzer kommen aus 49 Ländern, die weiteste Reise haben Teilnehmer aus China, Argentinien, Mexiko, Venezuela, Malaysia oder den USA. Von den rund 1800 Startern kommen 37 Prozent aus dem Ausland. "Eine so hohe Quote hatten wir noch nie", sagt Grube. Die Schäferhunde müssen reinrassig sein, um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Für ihre Besitzer ist eine Mitgliedschaft in einem Verein obligatorisch. Laut Grube ist das Weltchampionat in Nürnberg konkurrenzlos. "Aber es gibt natürlich Komplementärveranstaltungen wie Schutzhund-, Rettungshund- und Ausstellungswettbewerbe."

Bilderstrecke zum Thema
Kleine und große Schäferhunde treffen sich am Wochenende in Nürnberg. Auf der Bundessiegerzuchtschau im Frankenstadion drehen rund 1800 Vierbeiner ihre Runden und zeigen sich von ihrer ganzen Pracht.

Bei der Veranstaltung in Nürnberg ist aus jeder Kategorie etwas dabei. Am heutigen Freitag werden die Hunde auf Triebbeständigkeit, Selbstsicherheit und Belastbarkeit getestet. Praktisch gibt es zwei Szenarien: Der Besitzer geht mit seinem Hund spazieren, plötzlich springt hinter einem Gebüsch ein Angreifer hervor. Der Hund muss nun sein Herrchen oder Frauchen verteidigen und dem Angreifer in den Unterarm beißen. Auf Kommando des Hundebesitzers, zum Beispiel "Aus!", muss der Hund von dem Arm ablassen. Im besten Fall tut er das schon bevor der Besitzer den Befehl gibt, nämlich sobald sich der Angreifer nicht mehr bewegt. Beim zweiten Szenario ist der Angreifer nicht hinter einem Gebüsch bzw. einem Hindernis verborgen, sondern kommt aus der Ferne - gut sichtbar - auf den Fußgänger zugerannt. Auch da muss der Hund - auf Geheiß des Herrchens - angreifen.

Die Belastbarkeit des Tieres wird getestet, indem der vermeintliche Täter mit einem Schaumgummistock dem Hund einige Schläge auf den Rücken verpasst. Für die Tiere ist das schmerzfrei. Entscheidend ist jedoch, ob er sich durch diese Irritation bereits in die Flucht schlagen lässt oder weiter für seinen Besitzer kämpft. Der Biss in den Arm wird beim Wettbewerb durch eine dick gepolsterte Manschette abgefedert.

"Die Tiere werden von klein an auf diese Stelle geeicht", erklärt Klaus Dworschak, erster Vorsitzender der Landesgruppe Bayern-Nord. Bissunfälle bei Wettbewerben wie dem in Nürnberg seien sehr selten. Allerdings werde es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden, der sich als "Täter" zur Verfügung stellt. "Es geht eben sehr auf die Wirbelsäule und die Gelenke." Bewertet wird die Leistung durch einen Richter. Hat der Hund bei diesen Prüfungen pariert, kommt er in die zweite Runde. Das bedeutet, dass der Richter am Samstag die optischen Merkmale bewertet, zum Beispiel Körperbau, Fell und Muskelverteilung.

Am Sonntag wird Schirmherr Markus Söder, bayerischer Gesundheits- und Umweltminister, um 16 Uhr die Siegerehrung vornehmen. Zwanzig Monate dauerte die Vorbereitung für das Championat. Die Veranstalter sind besonders glücklich, im Stadion sein zu können. Hier ist gut Platz für die Tiere und die Zuschauer haben einen guten Blick.

Video zum Thema
Bei der Bundessiegerzuchtschau der Schäferhunde werden die schönsten Tiere prämiert. Austragungsort ist das Easy Credit Stadion in Nürnberg. Alexander Goryachok und Sandra Kreutzer für nordbayern.de



Bundessiegerzuchtschau: Fr.: 7 bis 18 Uhr, Sa: 8 bis 22.45 Uhr, So: 8 bis 17 Uhr. Eintritt: Drei-Tages-Pass 20 Euro, Zwei-Tages-Pass 15 Euro, Tageskarte 10 Euro (Jugendliche unter zwölf haben freien Eintritt, zwölf bis 18 Jahre: halber Preis). Infos: www.sv-bszs.de 





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