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Wer schafft es, den Rat zu schlagen?

Deutsches Spielearchiv lässt Bürger gegen Ratsmitglieder antreten - 23.09. 18:01 Uhr

Nürnberg  - Um es einmal gleich vorwegzunehmen: Die Aufforderung „Schlag den Rat“ soll nicht zu handgreiflicher Gewalt gegenüber gewählten Volksvertretern animieren, und die Veranstaltung gleichen Namens ist auch kein Ableger der Spielshow mit dem omnipräsenten TV-Macher Stefan Raab. In Wirklichkeit geht es darum, dass elf Nürnberger Stadträte ihre spielerischen Fähigkeiten im Wettstreit mit elf Nürnberger Bürgerinnen und Bürgern messen.


2007 hatte es der Nürnberger Gene Allen geschafft, bei „Schlag den Raab“ gegen das TV-Multitalent Stefan Raab anzutreten. Im Oktober können Nürnberger Bürger im Fembohaus gegen Stadträte antreten, allerdings nicht im Fernsehen.
2007 hatte es der Nürnberger Gene Allen geschafft, bei „Schlag den Raab“ gegen das TV-Multitalent Stefan Raab anzutreten. Im Oktober können Nürnberger Bürger im Fembohaus gegen Stadträte antreten, allerdings nicht im Fernsehen.
Foto: dpa
2007 hatte es der Nürnberger Gene Allen geschafft, bei „Schlag den Raab“ gegen das TV-Multitalent Stefan Raab anzutreten. Im Oktober können Nürnberger Bürger im Fembohaus gegen Stadträte antreten, allerdings nicht im Fernsehen.
2007 hatte es der Nürnberger Gene Allen geschafft, bei „Schlag den Raab“ gegen das TV-Multitalent Stefan Raab anzutreten. Im Oktober können Nürnberger Bürger im Fembohaus gegen Stadträte antreten, allerdings nicht im Fernsehen.
Foto: dpa

Für das bestimmt aufsehenerregende Turnier im Fembohaus, das am Samstag, 9. Oktober, über die Bühne geht, werden vor allem noch Nürnbergerinnen und Nürnberger gesucht. Wer mitmachen will, kann sich beim Deutschen Spielearchiv in Nürnberg melden.

Das Turnier „Bürger gegen Stadträte“ findet im Rahmen der Ausstellung „Mitspieler gesucht!“ statt, in der das seit kurzem in Nürnberg ansässige Deutsche Spielearchiv vorgestellt wird. Beginn ist um 15 Uhr, aber schon eine Stunde vorher ist der Eintritt zur Ausstellung im Fembohaus kostenlos. „Wir fangen im Freien an, ansonsten sind die Stationen im ganzen Haus verteilt“, berichten die Organisatoren Stefanie Kuschill, Thorsten Lehmann und Helmut Schwarz, der Leiter des Nürnberger Spielzeugmuseums.


Bürgermeister Horst Förther
Bürgermeister Horst Förther
Bürgermeister Horst Förther
Bürgermeister Horst Förther

Entlang des Parcours gilt es für die Kandidaten etwa, Wurfspiele zu meistern, Gedächtnisaufgaben zu bewältigen, möglichst rasch bestimmte Figuren zu bauen oder beim Tisch-Fußball zu bestehen. Quizfragen über Franken stehen genauso auf dem Programm wie eine Runde Memory oder ein Tast-Spiel. Neun Stationen werden absolviert, jede davon dürfte etwa zehn Minuten in Anspruch nehmen. Die Betreuung übernimmt neben den Kräften des Spielzeugmuseums der Spiele-Club „Ali Baba“. Für die Gewinner winken Mini-Würfelbecher des Spielzeugmuseums und als Hauptpreis eine Jahreskarte für die städtischen Museen.


Michael Ziegler
Michael Ziegler
Michael Ziegler
Michael Ziegler

Wer sich auf Bürgerseite an dem spannenden Spiele-Turnier beteiligen möchte, kann sich per Mail unter spielearchiv@stadt.nuerberg.de oder per Fax unter 231-5495 bewerben. Als Anlage sollte der ausgefüllte Spiele-Steckbrief des Spiele-Archivs beigefügt werden ( zu finden auf der Homepage des Archivs: www.museen.nuernberg.de/spielearchiv und auf der Seite „Deutsches Spielearchiv Nürnberg“ bei www.franken-wiki.de). Die Steckbriefe dienen dann quasi als „Bewerbungsunterlage“. Meldeschluss ist der 30. September.


Utz Ulrich
Utz Ulrich
Utz Ulrich
Utz Ulrich

Als Kontrahenten bekommen es die „bürgerlichen“ Kandidaten bislang mit Bürgermeister Horst Förther (SPD) sowie den Stadträten Joachim Mletzko (Grüne), Utz Ulrich (FDP), Brigitte Wellhöfer (Grüne) und Michael Ziegler (SPD) zu tun. Es sind also durchaus auch noch weitere Mitglieder des Rates aufgerufen, sich zu beteiligen, um die angestrebte Fußballmannschafts-Größe zu erreichen. Im Hinblick auf den Parteienproporz besteht vor allem an Bedarf an CSU-Mitgliedern.


Brigitte Wellhöfer
Brigitte Wellhöfer
Brigitte Wellhöfer
Brigitte Wellhöfer

Beim Gang durch den Spieleparcours können die Räte gleich auch über die Perspektiven des Deutschen Spielearchivs an seinem neuen Standort nachdenken. „Eigene Räume zumindest für Büros, die Bibliothek und das Zettel-Archiv“ benennt Helmut Schwarz im Gespräch mit der NZ die nächsten Etappenziele. Um die Kontinuität der Sammeltätigkeit und der wissenschaftlichen Archiv-Arbeit zu sichern, müssten nun auch die durch die Übergangszeit entstandenen Lücken in den Beständen geschlossen und die Kontakte mit den Spiele-Herstellern gepflegt werden. Auf diesem Weg sind die nächsten wichtigen Termine die Spiele-Messe in Essen und natürlich die nächste Nürnberger Spielwarenmesse. Einen Auftritt „in eigener Sache“ wird es außerdem auf der Consumenta (24. Oktober bis 1. November) geben, wo die Besucher Informationen einholen und nach Herzenslust spielen können.

Wer sich für die Geschichte des Spielens und seine gesellschaftliche Bedeutung interessiert, sollte sich zudem den kommenden Mittwoch, 29. September, vormerken: Um 19 Uhr hält Ulrich Schädler, Direktor des Schweizerischen Spielemuseums, einen Vortrag, in dem es in unterhaltsamer Form darum geht, unter welchen Bedingungen Spiele entstehen, wachsen und sich verändern. 





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