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Da sich das Spielbrett im Kopf der Menschen befinde, handle es sich um Gedankenspiele: „Man sollte Kreativtrainer, Überraschungsforscher und Gedankenspieler in einer Person sein.“ Als Kreativtrainer trainiere man sich selbst. „Der Sinn ist eine kreative Lösungssuche, gerade wenn etwas Unerwartetes passiert.“
Als Überraschungsforscher solle man spontane Reaktionen nutzen und auch einmal andere Wege einschlagen. Als Gedankenspieler geht man Situationen und Aufgaben zuerst im Geiste durch, bevor sie real werden. Diese Aspekte können durch Spiele zu Hause trainiert werden.
„Lassen Sie uns einfach mal etwas ausprobieren“, sagte Zeh lächelnd, als er eine kleine Schachtel aus einer Kiste holte. Dabei handelte es sich um das Spiel „Kunterbunt“. „Für Erwachsene ab fünf Jahren“, scherzte Zeh. Während er die erste Spielkarte auf dem Tisch platzierte, reihten sich die Zuschauer neugierig um ihn. Auf der Karte befanden sich verschiedene bunte Gegenstände. Nun legte Zeh eine zweite Karte mit Gegenständen neben die Erste und fragte, welcher Gegenstand auf beiden Karten identisch sei.
Es dauerte ein wenig, bis ein Teilnehmer stolz „die Trommel“ rief. Zwar sieht der Gegenstand anders aus und hat eine andere Farbe, doch handelt es sich ebenfalls um das Instrument. „Bei diesem Spiel wird Denken mit Weitsicht und der Blick fürs Detail trainiert“, erklärte Zeh. Geschult werden also Wahrnehmung, Reaktionsvermögen, Kombinatorik und der Umgang mit Zeitdruck.
Eine weitere spielerische Trainingsmethode: Auf einem Zettel standen einige Begriffe, von denen eine Teilnehmerin das Wort „Milchmann“ auswählte. Anschließend fragte Zeh eine andere Teilnehmerin: „An was denken Sie bei dem Wort Milchmann?“ Das Ergebnis sollte sie aufschreiben. Danach sollte das restliche Publikum den aufgeschriebenen Begriff erraten. Einige Male wurde wild durcheinandergerufen, bis schließlich jemand auf die Lösung „Milchkanne“ stieß. „Das Spiel soll Sie dazu bewegen, nicht nur zu spielen, sondern auch zu reden und zu diskutieren“, erläuterte Zeh. Man trainiert damit Spontanität, Intuition, Querdenken und muss auch die Gruppe berücksichtigen.
Nach etlichen weiteren Spielen präsentierte Jürgen Zeh seinen „Top-Tipp des Abends“: „Dieses Spiel würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen!“ Er stellte jeweils ein „Logika“-Baumeisterspiel auf jeden Tisch. Eine kleine Plattform mit acht Bausteinen, die zu den unterschiedlichsten Konstruktionen verbaut werden können. Türme, Burgen oder Wolkenkratzer. „Damit haben Sie ein Spiel fürs Leben, mit dem Sie trainieren können.“ So gebe es über 1020 Möglichkeiten, Bauwerke aus den Steinen zu formen.
Am Schluss stellte sich heraus, dass die Teilnehmer, trotz teilweise anderer Erwartungen, doch positiv überrascht von diesem Abend waren. So habe man viel gelernt und auch gelacht. Auch das ist der Wert von guten Spielen.