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Es ist die Aufgabe aller Verantwortlichen, diesen wertvollen Lebensraum behutsam zu bewahren und gleichzeitig entsprechend den Anforderungen für die Zukunft zu transformieren.
Die aufgezählten Fallbeispiele in der NZ von nicht herausragender Architektur zeigen ein falsches Verständnis von Stadt- und Bauplanung. Im Gesamtkontext der Planungshoheit hätten folgende Fragen den Kern der Verantwortung getroffen:
Wäre der Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ohne eine Bauverwaltung mit der Spitze eines Baureferenten denkbar gewesen?
Wo und wie wären die 40000 Einwohner in der Trabantenstadt Langwasser in Nürnberg eingehaust?
Was wäre die Stadt Nürnberg ohne die verkehrsberuhigte Altstadt?
Welchen Verkehrsbelastungen wäre Nürnberg ohne die U-Bahn ausgesetzt?
Wer hätte die Koordination der Landschaftsplanung für den Wöhrder See durchgesetzt?
Wer hätte die Vision einer „Kulturmeile“ des OB Schönlein städtebaulich geformt?
Oder wer hätte die Fußball-WM, das Dokuzentrum, das Cinecittá oder die Sebalder Höfe in Nürnberg mit ermöglicht?
Grundsätzlich müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass viele nicht sichtbare Mechanismen hinter den Strukturen unserer Städte und Lebensräume stecken. Damit „Stadt“ sich für die Zukunft im Wettstreit untereinander rüsten kann, benötigt sie nach wie vor ein innovatives Planungsinstrument mit einer hohen Akzeptanz und einer lenkenden Hand.
Dipl.-Ing. Arch. Hans Rasche, 1. Vors. des Architekten- und Ingenieurvereins Nbg. e. V.
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Herbert, stellvertretender Vors. des Architekten- und Ingenieurvereins Nbg. e. V., Nürnberg