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Labels und Zertifizierungen werden entwickelt, um dem Gast bei der Reiseentscheidung eine Orientierungshilfe zu geben, wo und wie er nachhaltig Urlaub macht.
Die jüngsten Umfrageergebnisse, etwa der FUR Reiseanalyse 2012 zeigen, dass rund ein Drittel der Befragten die Aussage „Mein Urlaub soll möglichst ökologisch verträglich, ressourcenschonend und umweltfreundlich sein“, bejahte.
Eine weitere Befragung zeigt, dass sich 33 Millionen Deutsche für einen nachhaltigen Urlaub in Deutschland interessieren und auch bereit sind, dafür mehr Geld auszugeben. Im Kultur-und Städtereisesegment sind die Gäste besonders offen und das Interesse an ökologischen und sozialen Fragen ist groß.
Diese Aussichten sprechen dafür, die Energiewende auch im Tourismus offensiv und zukunftsweisend zu begleiten und in die bestehenden Angebote zu integrieren, oder neue Angebotsbausteine rund um das Thema zu entwickeln und anzubieten.
In spätestens 20 Jahren werden Bewohner von Städten und Regionen, Urlauber und Gäste aus Deutschland und aller Welt mit der alternativen Energieerzeugung vertraut sein. Kraftwerke und Windräder sind dann selbstverständlicher Bestandteil des Alltags.
Die Energiewende und die Umsetzung in den jeweiligen Städten und Urlaubsregionen können für deutsche Gäste, aber gerade auch für ausländische Gäste von Interesse sein. Schon heute fragen Reiseveranstalter, besonders aus den asiatischen Ländern, vereinzelt bei der Congress- und Tourismus-Zentrale so genannte „technical visits“ an.
Bei diesen Studienreisen können Touristen innovative Unternehmen aus der Metropolregion und deren fortschrittliche Technologien kennenlernen. Im Kongresssektor ist es inzwischen sogar üblich, verstärkt auf „Green Meetings“ zu setzen, also auf Kongresse und Tagungen, bei deren Durchführung speziell auf Klima- und Umweltschutz geachtet wird.
Denkbar und wahrscheinlich ist also, dass wir in 20 Jahren, neben Infobroschüren und dem Internetauftritt zu Themen wie Kultur, Geschichte und Lifestyle, auch das Thema Energie als Schwerpunktthema in der touristischen Vermarktung Nürnbergs einsetzen.
Ein „Energie-Guide“ im Internet kann dann ebenso bedeutend werden, wie beispielsweise heute der „Gastro-Guide“ für Touristen in Nürnberg. Dieser „Energie-Guide“ könnte die Touristen zunächst virtuell, beim Besuch in Nürnberg dann direkt zu den Attraktionen der Energietechnik in Nürnberg leiten.
Vor Ort kann man dann authentisch erfahren, was in Nürnberg etwa im Forschungsbereich „Solarfabrik“ gerade entwickelt wird, und erlebt beim Besuch eines dieser Unternehmen, welches die Technologie bereits anwendet, die Umsetzung des Erforschten. Und sogar die klassischen Reiseführer wie Baedeker und Merian werden dem Themenkomplex Energietechnik ein ganzes Kapitel widmen.
Bereits heute sind rund 2000 Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg im Bereich Energietechnik tätig. Wie viele Unternehmen werden es dann wohl in 20 Jahren sein? In 20 Jahren kann das Cluster „Energietechnik“, das Nürnberg Convention, eine enge Kooperation von NürnbergMesse und Congress- und Tourismus-Zentrale, als einen Schwerpunkt für das Kongressmarketing definiert hat, dazu führen, dass sich die Metropolregion Nürnberg als internationale Plattform der Energietechnologie weltweit etabliert hat.
Neben dem Energie Campus haben sich bereits weitere Forschungseinrichtungen und Unternehmen angesiedelt, die im weltweiten Fachdialog und Austausch rund um die Themen der Energieversorgungskette stehen. Nürnberg könnte sich in 20 Jahren als Zentrum für jährlich wiederkehrende internationale Fachkongresse und Fachmessen rund um das Thema der Energietechnik und Energieversorgung herausgebildet haben.
Als weltweiter Impulsgeber für Wissenschaft und Industrie gleichermaßen wird sich Nürnberg im Ranking der Kongress- und Tagungsstätten in Deutschland von aktuell Top 10 unter den Top Fünf der deutschen Kongressstädte fest positionieren.
Dann wäre das Label Energie-Modellstadt nicht nur ein Zeichen für die Energiewende, sondern Baustein bei der Positionierung Nürnbergs als internationaler Messe- und Kongressstandort.

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