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Darüberhinaus sollen nach der Standortuntersuchung drei weitere Areale aufgrund ihrer Größe grundsätzlich für den Bau eines Konzertsaals geeignet sein: das Volksbad am Plärrer, die Bahnflächen an der Brunecker Straße und Flächen entlang der Bahnhofstraße. Auch aus verkehrsplanerischer Sicht wurden die Standorte schon unter die Lupe genommen. Dabei schnitten der Kohlenhof und Quelle gut ab, das Eckgrundstück an der Ostendstraße aber nicht, weil diese Kreuzung zu den Hauptverkehrszeiten überlastet ist und es an Busparkplätzen fehlt.
Volksbad, Brunecker Straße und Bahnhofstraße mögen zwar aus stadtplanerischer Sicht gute Standorte für einen Konzertsaal sein, aber nicht aus verkehrsplanerischer Perspektive, weil entweder Parkplätze fehlen, sie auch nicht gebaut werden können und die Anbindungen überlastet sind. Welches Grundstück am Ende vom Stadtrat vorgeschlagen wird, ist deshalb noch völlig offen. Offen ist auch die Finanzierung.
Von den ursprünglich 16 möglichen Standorten schließt die Stadtverwaltung aber schon etliche aus, weil ihre Grundfläche weniger als 5000 Quadratmeter beträgt und damit für einen Konzertsaal zu klein ist: Augustinerhof, Arbeitsamt/Deutscher Hof, Innenhof der Hochschule für Musik und das Parkhaus am Sterntor werden wohl nicht zum Zug kommen. Auch das AOK-Gelände, der Z-Bau, das Tafelgelände und die ehemalige Straßenbahnwerkstatt in der Fuchsstraße fallen aus den unterschiedlichsten Gründen durch das Raster. Wie berichtet, braucht das Opernhaus während seiner technischen Sanierung, die auf zwei Jahre angesetzt wird, ein Ausweichquartier. Möglich wäre, den Opernhausbetrieb in einem Zelt unterzubringen. Das würde aber Kosten deutlich über zehn Millionen Euro verursachen. Geld, das nach Beendigung der Sanierung verloren ist.
Besser wäre es, den Betrag als Grundstock für den Bau eines neuen Konzerthauses zu verwenden, das zunächst der Oper für zwei Jahre zur Verfügung steht. Die Verantwortlichen der Staatsoper stellen folgende Anforderungen an ein Ausweichquartier: Neben einem 120 Quadratmeter großen Orchestergraben braucht die Interimsspielstätte Platz für rund 1000 Besucher und damit rund 17000 Quadratmeter Fläche. Hinzu kämen noch Rettungswege und Verkehrsflächen, so dass eine Bruttogeschossfläche von etwas über 22000 Quadratmeter zusammenkommt. Das Opernhaus hat derzeit 1035 Plätze.
Wenn das Ausweichquartier der Oper anschließend als Konzerthaus genutzt werden soll, dann müsste es nicht nur über eine hervorragende Akustik verfügen, sondern auch Platz für 1500 Besucher haben. Erst ab 1300 Plätzen lassen sich so hohe Einnahmen bei einem Konzert erzielen, dass die Gagen von bekannten Künstlern gezahlt werden können. Experten gehen davon aus, dass das Potenzial für einen neuen Konzertsaal vorhanden ist: Selbst aus Regensburg, Würzburg und Bamberg würden die Besucher kommen.
Die Schwierigkeiten der Standortanalyse liegen natürlich im Detail: Den Platz neben der Meistersingerhalle lehnen die Stadtplaner ab, weil mit ihr schon ein wuchtiger Bau existiert. Außerdem sollen die Grünflächen des Luitpoldhains erhalten bleiben. Der Standort Ostendstraße/Cheruskerstraße wäre wohl von der Größe her ideal, und die Nürnberger Versicherung hat schon seit Jahren ein Interesse am Kauf des Geländes. Nach Auskunft der Geschäftsführung der Chemiehandelsgesellschaft gibt es aber kein schriftliches Angebot vonseiten der Versicherung. Auch benötigt das Unternehmen erst einmal eine Fläche für die Verlagerung.

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