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NPD-Chef und NSU-Terroristen auf einem Bild

Nürnberger Stadtrat und Beate Zschäpe kannten sich schon lange - 14.12.2012 16:49 Uhr

NÜRNBERG  - Laut dem "Nürnberger Bündnis Nazistopp" gibt es keine Trennung zwischen "friedlicher" NPD und den militanten Mitgliedern der Terrorzelle NSU. Jetzt ist ein Bild aufgetaucht, das den bayerischen NPD-Chef und Nürnberger Stadtrat Ralf Ollert gemeinsam mit Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt zeigt.

Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe muss sich Anfang nächsten Jahres vor Gericht verantworten.
Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe muss sich Anfang nächsten Jahres vor Gericht verantworten.
Foto: dapd
Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe muss sich Anfang nächsten Jahres vor Gericht verantworten.
Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe muss sich Anfang nächsten Jahres vor Gericht verantworten.
Foto: dapd

Auf dem 1997 aufgenommenen Bild, das in der Samstagsausgabe der Nürnberger Zeitung abgedruckt ist, sind  Teilnehmer einer Demo der Kameradschaft "Thüringer Heimatschutz" in Neuhaus am Rennweg zu sehen. Neben Ralf Ollert läuft Beate Zschäpe, hinter Ollert ist Uwe Böhnhardt zu erkennen. Mit auf dem Foto ist auch Tino Brandt, der nach Angaben des "Nürnberger Bündnis Nazistopp" die Neonazi-Szene in Thrüringen aufgebaut hat. Er soll angeblich als Spitzel für den Verfassungsschutz in Thüringen tätig gewesen sein.

Das Foto beweist laut "Bündnis", dass sich NPD-Aktive und militante Szenegänger schon in den 1990er Jahren kannten, dass es also keine Trennung zwischen "friedlicher" NPD und Militanten wie der späteren NSU gab. Ollert sei hier unter lauter gewaltbereiten Neonazis zu sehen.


Die "Tiroler Höhe" (das heutige Landbierparadies) war nach Überzeugung des "Bündnis" in den Jahren 1994 und 1995 eine Schaltstelle. Über dieses Lokal sei die hiesige NPD mit der bundesweiten Neonazi-Szene verknüpft gewesen. Das "Bündnis"
geht davon aus, dass "zumindest Teile der Netzwerke bis heute existieren", so Bündnis-Sprecher Max Gnugesser.

Auch Polizei und Verfassungsschutz wussten nach der Überzeugung von  Gnugesser schon Mitte der 1990er Jahre von den Neonazi-Aktivitäten in der "Tiroler Höhe". Er beruft sich dabei auf das Gedächtnisprotokoll eines anonymen Mannes, der als damaliger Anti-Nazi-Aktivist beschrieben wird.

Danach will dieser Aktivist im Mai 1994 von einem "Mister X" angerufen und auf die "Tiroler Höhe" hingewiesen worden sein. DerAnrufger habe sehr detalliert von den Vorgängen berichtet und auch etliche Namen genannt. Auch NPD-Chef Deckert habe eine Veranstaltung in dem Lokal abgehalten.
  

nz


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