Er verwies auf die jüngsten Vorfälle in Schweden, wo die von der EU erlaubte Sorte Amflora mit nicht zugelassenen Gen-Kartoffeln vermischt worden war. Erst wenn der Verdacht von Verunreinigungen für Zepkower Kartoffeln ausgeräumt sei, werde die Sperre aufgehoben, sagte Backhaus.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte Ende August bei Zepkow symbolisch die Amflora-Ernte gestartet. Die Aktion wurde vom Protest einiger Gentechnik-Gegner überschattet. Zepkow ist der einzige kommerzielle Anbauort für Amflora in Deutschland. Durch das «Ausschalten» eines bestimmten Bestandteils soll die Gen-Kartoffel mehr Amylopektin-Stärke produzieren, die in der Papier- und Klebstoffindustrie gefragt ist. Die Knollen sind nicht für die Ernährung bestimmt.
