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Ein Test, der Spaß macht

Stimmen zum NZ-Talentcheck - 12.07. 13:24 Uhr

NÜRNBERG  - Für die Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse des Kommunikationstechnischen Bereichs (KTB) der Hauptschule Insel Schütt in Nürnberg ist heute ein besonderer Tag. Gespannt sitzen sie vor den PCs des Computerraums. In 90 Minuten wird jeder von ihnen über seine individuellen Stärken Bescheid wissen. Neugierig lassen sich alle auf das Abenteuer ein . . .


Während die Schüler über dem Test brüten, geht zwei Stockwerke tiefer der NZ-Talentcheck auch offiziell in die zweite Runde (siehe Artikel unten). Der Online-Test soll den Jugendlichen dabei helfen, ihre Stärken zu erkennen und sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden.

«Ich wäre froh gewesen, wenn es zu meiner Zeit so einen Test gegeben hätte. Wer weiß, ob ich mich trotzdem für eine Lehre zum Bankkaufmann entschieden hätte», gesteht Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken. «Die Schüler werden auf Ausbildungsberufe aufmerksam gemacht, auf die sie von alleine vielleicht gar nicht gekommen wären.» Nachwuchs- und Mitarbeiterqualifikation stellen für Lötzsch zentrale Themen der Zukunft dar. «Ich halte es für wichtig, dass den Schülern mal gesagt wird ,Mensch, Du kannst was!‘»

Ähnlich sieht das Heinrich Mosler, Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken. «Von dem Kompetenzcheck profitieren alle», meint er. «Die Schüler, weil sie ihre Stärken erkennen, die Betriebe, weil sie die teils dramatischen Abbrecherquoten reduzieren können. Und die Kammern, weil die Betriebe mit den Bewerbern, die sie ihnen schicken, zufrieden sind.» Man sollte sich jedoch vergegenwärtigen, dass der Test eine ausführliche Berufsberatung oder Praktika nicht ersetzt. «Er stellt eine wertvolle Ergänzung dar.»

Für André Fischer, den stellvertretenden Chefredakteur der Nürnberger Zeitung, birgt der NZ-Talentcheck einen weiteren großen Vorteil: «Es handelt sich um ein standardisiertes Verfahren, das der Einzelne sehr gut nutzen kann. Man kann sich außerdem am Ende ein Zeugnis ausdrucken, das über die eigenen Fähigkeiten individuell informiert.»

Dass der Test von den Schülern angenommen wird, daran besteht für Wolfgang Schwamborn, dem Leiter des Sachgebiets Volksschulen von der Regierung von Mittelfranken, kein Zweifel: «Er hat den entscheidenden Vorteil, dass die Schüler den Test entweder alleine von zuhause aus oder – speziell in der Hauptschule – im Klassenverband absolvieren können.»

Viel Lob gibt es schon mal von offizieller Seite. Aber was sagen die Schüler selbst dazu? Die neunte Klasse der Hauptschule Insel Schütt hat es geschafft. Klassensprecher Viktor Walger zieht Bilanz: «Mit manchen Fragen hatte ich etwas zu kämpfen. Es ging um räumliches Denken, aber auch um Allgemeinwissen», verrät der 16-Jährige. Mitschülerin Merve Karatas ergänzt: «Es hat Spaß gemacht, war aber auch anstrengend», sagt die 15-Jährige. Was sie beruflich mal machen möchte, weiß Merve noch nicht genau. «Ich bin jetzt erst mal gespannt auf das Ergebnis.» 





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