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Was für ein Lerntyp sind Sie?

Die NZ fragt nach - 13.07. 13:22 Uhr

NÜRNBERG  - Seit Mitte Dezember kann jeder Schüler und Student auf der NZ-Homepage beim kostenlosen Lerntypentest prüfen, ob er sich den Lernstoff am besten durch hören, sehen, lesen oder fühlen merken kann. Etwa 40 Minuten muss man sich für den Test Zeit nehmen. Doch es lohnt sich: Neben der Auswertung mit Zuordnung zu einem Lerntyp bekommt man zusätzlich noch jede Menge Tipps, wie man die Lernleistung steigern kann.

Dieser Grundschüler kann sich den Schulstoff am besten durch abschreiben merken. Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Tricks, um effektiv zu lernen. Zu welchem Lerntyp Sie gehören, können Sie unter www.nz-online.de herausfinden.
Dieser Grundschüler kann sich den Schulstoff am besten durch abschreiben merken. Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Tricks, um effektiv zu lernen. Zu welchem Lerntyp Sie gehören, können Sie unter www.nz-online.de herausfinden.
Foto: dpa

Die NZ hörte sich auch auf der Straße um:

Wie kann man sich den Schulstoff
am besten einprägen und welcher Lerntyp sind Sie?

Evelin (19), Kauffrau für Bürokommunikation in der Ausbildung ist ein Hör-Lerntyp: «Ich sage mir alles, was auf den Blättern steht, laut vor», sagt die 19-Jährige. «Das wiederhole ich so lange, bis ich es mir merken kann. Wenn ich lerne, mache ich das zu Hause in meinem Zimmer. Da darf mich dann auch keiner stören, weil ich Ruhe brauche. Ich lerne vor allem am Wochenende, da ich drei Tage pro Woche arbeite und zwei Tage pro Woche in die Schule gehe. Von Gruppenarbeit halte ich nichts. Ich muss die Übungen für mich selber daheim machen.»



Ihre Freundin Steffi (18), Auszubildende zur Immobilienkauffrau, hat ein anderes System, das als Schreib-Lerntyp umschrieben werden kann: «Ich schreibe mir alles Wichtige von den Blättern ab, ähnlich wie ein Spickzettel. Die Zusammenfassung lerne ich dann auswendig. Es fällt mir schwer, zu Hause zu lernen. Lieber gehe ich dann woanders hin», sagt sie.

Uwe Höller (43) sagt von sich selbst, dass er erst lernen musste zu lernen: «Ich habe erst ein bestimmtes Alter erreichen müssen, um zu kapieren, wie man richtig lernt. Ich habe die mittlere Reife gemacht und dann erst einmal gearbeitet. Erst beim Fachabi und dem anschließenden Studium zum Elektroingenieur habe ich richtig gelernt. Arbeitsgruppen sind gerade in technischen Fächern meiner Meinung nach die effektivste Methode zum Lernen. Bei anderen Fächern wie Geschichte und Englisch hat mir das Auswendiglernen sehr geholfen», sagt Höller.

Mustafa Tas (52) macht wesentliche Unterschiede zwischen seinem Lernstil und dem, seiner beiden Kinder aus: «Ich bin in der Türkei zur Schule gegangen. Da wurde der Stoff sehr intensiv durchgegangen. Hier in Deutschland erscheint mir der Lehrplan sehr oberflächlich, weil so viel Stoff hineingepackt wird. Bei uns in der Schule ging es sehr streng zu. Aber soweit ich mich erinnere, habe ich nicht jeden Tag gelernt. Wir wurden beim Lernen aber auch nicht abgelenkt. Es gab kein Handy und keinen Fernseher. Bei meiner Tochter habe ich festgestellt, dass sie besser durch Bilder lernt. Sie zeichnet zu jedem Lerninhalt ein bestimmtes Bild und kann sich den Stoff so besser merken. Mein Sohn hingegen kann sich Sachen besser merken, wenn Musik im Hintergrund läuft. Ich glaube, dass Gruppenarbeit gut ist für besseres Lernen. Auch Lernen durch Spiele ist meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Am wichtigsten ist aber, dass Kinder schon im Vorschulalter lernen zu lernen.»

Marcel (19) geht in die 12. Klasse einer Fachoberschule. Sein Lernprinzip gleicht dem von Schülerin Steffi: «Ich fasse den Lernstoff in eigene Worte zusammen. Meinen Text lese ich mir dann so lange durch, bis ich ihn mir merken kann. Vor Klausuren lerne ich schon mal drei Stunden am Tag, aber normalerweise etwa eine halbe Stunde pro Tag. Für mich bringt alleine lernen mehr als in der Gruppe. Dafür brauche ich meine Ruhe, sonst kommt nichts Gescheites zustande. Meistens lerne ich ohne Musik, aber es gibt auch Tage, wo ich ruhige Musik im Hintergrund laufen lasse. So etwas wie Jimi Hendrix oder Led Zeppelin.»

Sein Freund Jeremy (19) schließt Gruppenarbeit nicht von vorneherein aus: «Es kommt immer ganz auf die Gruppe an, ob das Lernen effektiv ist oder nicht. Meistens lerne ich aber zu Hause in meinem Zimmer. Musik kann mir beim Lernen helfen, wenn sie chillig ist. Am liebsten höre ich dann ruhige Elektromusik.»

Die NZ bietet zusammen mit den Kooperationspartnern Willmy CC und dem Youngworld Institut einen kostenlosen Test im Internet an. Er ist auf Kinder der dritten bis sechsten Klasse zugeschnitten. Das neue Angebot der NZ ist online unter der Adresse www.lerntypentest.persokomp.de/ zu finden. 





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