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Halten Sie die unterschiedlichsten Situationen fest, die sich auf der Straße abspielen: Vorbeilaufende Jogger, die Bäuerin, die ihre Kühe oder Schafe auf die Weide treibt, Hunde, die ausgeführt werden. Auch eine Kneipe oder ein Supermarkt können Leben in eine Straße bringen, ebenso wie die Müllabfuhr, ein Straßenfest, ein feierlicher Umzug oder eine Demonstration. Wir suchen nicht nur „schöne“ Bilder. Sie können mit Ihren Fotos auch Kritik an der Straßengestaltung üben und auf Missstände aufmerksam machen.
„Auf der Straße“ ist natürlich auch ein Thema für alle, die sich fotografisch mit Architektur auseinandersetzen. Dabei ist es wichtig, herauszufinden, wann das Licht ideal zum Fotografieren ist. In den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden ist das Licht weich und warm. Durch den flachen Einfallswinkel erscheinen Feinstrukturen von Gebäuden besonders plastisch. Aber Vorsicht vor langen Schatten, die Gebäudeteile verdecken können! In den mittleren Vor- und Nachmittagsstunden ist die Lichtwirkung am neutralsten, die Gebäude wirken auf dem Bild am natürlichsten.
Bei Architekturaufnahmen sind die berühmten „stürzenden Linien“ oft ein Problem: Steht der Fotograf zu tief, laufen die vertikalen Gebäudekanten nach oben zusammen. Ist der Kamerawinkel aus der Waagerechten heraus zu groß, scheinen Gebäude später auf dem Foto nach hinten umzufallen. Mit einem Weitwinkelobjektiv bekommt man die meisten Gebäude auf das Bild, ohne die Kamera kippen zu müssen. Um „stürzende Linien“ zu vermeiden, kann der Fotograf auch einen erhöhten Aufnahmestandpunkt suchen, etwa ein Treppenhausfenster in einem oberen Stockwerk.
Fr. 03.06.11
Fr. 03.06.11