8°C
Freitag, 24.05. - 13:50 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Die Referenten treffen sich jetzt lieber online

So funktioniert virtuelle Gruppenarbeit - 09.01.2013 09:00 Uhr

Erlangen/Nürnberg  - Eigentlich müssten sich Studenten gar nicht mehr persönlich Treffen. Mit den Tipps von Silva März, IT-Referentin am Regionalen Rechenzentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, können Studenten ihre gemeinsamen Referate, Gruppenarbeiten oder Diskussionsrunden virtuell am Computer vorbereiten und organisieren.

Einen Termin zu finden, an dem auch wirklich alle Mitwirkenden Zeit haben, fällt Studenten oft schwer. Gemeinsame Projekte lassen sich jedoch auch über das Internet koordinieren – das spart Zeit und Nerven.
Einen Termin zu finden, an dem auch wirklich alle Mitwirkenden Zeit haben, fällt Studenten oft schwer. Gemeinsame Projekte lassen sich jedoch auch über das Internet koordinieren – das spart Zeit und Nerven.
Foto: dapd
Einen Termin zu finden, an dem auch wirklich alle Mitwirkenden Zeit haben, fällt Studenten oft schwer. Gemeinsame Projekte lassen sich jedoch auch über das Internet koordinieren – das spart Zeit und Nerven.
Einen Termin zu finden, an dem auch wirklich alle Mitwirkenden Zeit haben, fällt Studenten oft schwer. Gemeinsame Projekte lassen sich jedoch auch über das Internet koordinieren – das spart Zeit und Nerven.
Foto: dapd

Die Schlüsselworte für diese Arbeitsweise: webbasierte Anwendungen. Mit diesen Internetanwendungen können Arbeitsgruppen gemeinsam an einem Thema arbeiten, ohne sich dabei gezwungenermaßen im gleichen Raum, der gleichen Stadt oder im gleichen Land aufzuhalten. Wichtig ist nur: ein Computer und eine Internetverbindung.

Das Ende des Datensalats

Mit den Anwendungen – wie beispielsweise Doodle, Tinychat, TeamLab oder Google Drive – können Internetnutzer ihre Daten auf einen virtuellen Speicherplatz ablegen. Auf diesen können auch andere Nutzer zugreifen und Daten hochladen, verändern oder überarbeiten – und das von jedem beliebigen Rechner aus.

Aufwendiges Datenkopieren, um die aktuellste Version eines Gemeinschaftsdokuments zu erhalten, könnte damit schon bald der Geschichte angehören. Denn: Es gibt nur noch ein Dokument, auf das alle Beteiligten zugreifen können. Dem Entstehen eines Datensalates, bei dem schnell der Überblick verlorengeht, welches Dokument das aktuelle ist, wird von vornherein vorgebeugt.

Mit diesen Möglichkeiten scheinen die webbasierten Anwendungen also große Erleichterungen für Internetnutzer im Allgemeinen und Studenten im Besonderen zu bringen.

Aber mit diesen vielfältigen Möglichkeiten sind auch unerwünschte Nebeneffekte verbunden. IT-Referentin Silva März weist die Studenten darauf hin, dass die webbasierten Anwendungen beispielsweise Cookies auf dem eigenen Computer hinterlassen. Mit diesen können die Internetgewohnheiten des Nutzers ausgespäht und Werbeanzeigen individuell angepasst werden.

Eine weitaus größere Gefahr besteht jedoch darin, dass Dokumente unbemerkt von Dritten eingesehen werden oder sich Hacker unbefugt Zugang verschaffen. „Alles, was ich in diesen Anwendungen abspeichere, liegt nicht mehr auf meinem Computer, sondern irgendwo anders“, sagt Silva März. Das bedeutet also auch, dass nicht nur der oder die Urheber eines Dokuments über die Daten verfügen können – sondern auch der Anwendungsanbieter, also beispielsweise Doodle oder Google Drive haben Zugriff auf die Informationen.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Internetangebot gehackt und Daten gestohlen werden. Sensible Daten wie Firmengeheimnisse oder gar eine Doktorarbeit rät März deswegen nie auf einen virtuellen Speicherplatz im Internet zu laden. Denn auch in gespeicherte Textdokumente kann ein Dritter hineinsehen, ohne dass der Urheber es merkt.

Vortragsreihe von und für Studenten

Im Rahmen der Vortragsreihe „Leben und Arbeiten im Weg“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg macht Silva März die Studenten auf neue Möglichkeiten und Risiken des Internets aufmerksam. Initiiert wurde die Vortragsreihe von Referenten des Schulungszentrums des Regionalen Rechenzentrums (RRZE). Die meisten sind selbst noch Studenten und kennen daher die studentischen Herausforderungen im IT-Bereich, sagt Mitarbeiterin Julia Kuhnlein.

Pläne für die Veranstaltungen im Sommersemester stehen bereits. Wenn es die Finanzierung zulässt, sollen die Veranstaltungen nicht nur fortgesetzt, sondern auch für den Standort in Erlangen ausgeweitet werden, so Kuhnlein. Trotz positiver Reaktionen auf die Vorträge, hofft Kuhnlein im Sommersemester auf noch mehr Publikum. Denn bisher waren die Reihen während der Vorträge teilweise nur spärlich besetzt.

Als Grund dafür vermutet Kuhnlein, „dass die Vortragsreihe nur zu einem kleinen Teil der Studenten als kostenloses Angebot durchgedrungen ist“. Im Gegensatz zu anderen Kursangeboten des Rechenzentrums sind die Vorträge über das „Leben und Arbeiten im Web“ kostenlos und für jedermann zugänglich. Der nächste und letzte Vortragstermin in diesem Wintersemester ist der 15.Januar. Dabei wird es um die „Selbstdarstellung im Web“ gehen und darum, was andere Menschen über die eigene Person im Netz herausfinden können bzw. wie das eigene Online-Image gepflegt werden kann.
  

Franziska Baur


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.