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„Der menschliche Atem enthält einen großen Anteil an Feuchtigkeit“, sagt Volker Wünsche, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in München. „Wenn man gegen eine kalte Fensterscheibe haucht, kondensiert diese Feuchtigkeit. Das heißt, es bilden sich kleinste Wassertröpfchen, die die Scheibe beschlagen.“
Die kalte Luft steht im Winter fast ebenso wie eine Scheibe in der Gegend. „Die Menge Wasserdampf, die ein Luftpaket aufnehmen kann, ist temperaturbedingt“, sagt Wünsche. „Je kälter die Luft ist, desto weniger Wasser passt hinein.“ Wenn die Umgebungsluft ausreichend mit Wasserdampf gesättigt ist, kann sie die Feuchtigkeit des Atems nicht auch noch gebrauchen. Bei kalter Luft ist diese Grenze viel schneller erreicht.
Besonders deutlich ist der Atem daher an kalten Wintertagen mit hoher Luftfeuchtigkeit zu sehen, wenn die warme Atemluft sehr schnell stark auskühlt. Die Atemluft kondensiert, sobald sie den warmen Körper verlässt. Die kalte Umgebungsluft „beschlägt“ dadurch geradezu. Es bilden sich kleine Wassertröpfchen, die für jeden Menschen seine eigene kleine Wolke erschaffen.
Wichtigste Voraussetzung dafür ist die hohe Luftfeuchtigkeit – und die kann auch im Sommer herrschen. „Zwar kann warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen“, sagt Wünsche, „aber bei hoher Luftfeuchtigkeit ist auch sie irgendwann gesättigt.“ Wenn dann kalte Luft auf warme Luft trifft, kommt es ebenso zur Kondensation. „Das passiert bis auf die Tage mit absolut hochsommerlichen Temperaturen ständig, also nicht nur im Winter.“ Im Sommer kommt nur keiner auf die Idee, in die Luft zu pusten.
Mo. 23.04.12
So. 25.03.12
So. 25.03.12
Mi. 21.03.12