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Neues Museum, Kunsthalle, Institut für Moderne Kunst und Albrecht-Dürer-Gesellschaft haben es im documenta-Jahr 2012 mit ihrer kollektiven Präsentation auch aufs internationale Publikum abgesehen, wie die Verantwortlichen gestern bekundeten. Als Schirmherrin fungiert Kulturreferentin Julia Lehner, die es begrüßte, „dass in der Stadt um Kunst gestritten und gerungen wird“.
Tatsächlich nimmt das einschlägige kulturelle Angebot 2012 allmählich Dimensionen an, wie kaum zuvor: Neben der Dürer-Schau im Germanischen Nationalmuseum und dem 350-jährigen Jubiläum der Nürnberger Kunstakademie sorgt „30 Künstler / 30 Räume“ nun für ein weiteres Großprojekt im Kreativprogramm.
Bei der Verwirklichung greifen die Nürnberger Einrichtungen für zeitgenössische Kunst eine Vision von Dietrich Mahlow auf, die der Kunsthallen-Gründungsdirektor im Jahr 1970 hatte. Mahlow formulierte damals schon seine Idee eines „dynamischen und wandlungsfähigen Museums“, wo rund 30 Räume die individuelle Persönlichkeit eines jeden einzelnen Künstlers widerspiegeln könnten. „Wir benutzen Mahlows Idee als Spielball“, erklärte Manfred Rothenberger vom Institut für moderne Kunst gestern den Reiz der Raumverteilung:
Es dürfe „bis an die Grenzen dessen gegangen werden, was Kunst sein kann“.
Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist es, gemeinsam auch mit der Nürnberger Tourismuszentrale mindestens 10000 Kunst-Touristen nach Franken zu locken – zumal, da viel Zielpublikum ohnehin Deutschland besucht, wo ab 9. Juni in Kassel die documenta als weltweit größte Präsentation zeitgenössischer Kunst zu sehen ist.
„Kunst ist nicht lokal, Kunst ist international – so wird auch die Ausstellung aussehen“, begründete Kathleen Rahn von der Nürnberger Albrecht-Dürer-Gesellschaft (ADG) die Auswahl der Beteiligten. Sie verspricht Vielfalt: So wird etwa die Zürcherin Zilla Leutenegger in der Kunsthalle Lichtinstallationen zeigen, der Aktionskünstler John Bock aus Berlin im Neuen Museum ein Gesamtkunstwerk in bester Beus’scher Tradition positionieren und Marc Camille Chaimowicz in der ADG seine speziellen Wohnraum- und Designvorstellungen aufbauen. Ole Aselmann wiederum, der gerade zu Fuß nach Fernost wandert, will im Zumikon einen Reiseraum schaffen.
Iranische oder tschechische Namen umfasst die Liste der Beteiligten außerdem, ohne lokale Künstler auszuschließen. Winfried Baumann ist mit seinen mobilen Kästen als Schutzbehausung dabei und Stadtutopist Karsten Neumann erhält für seine Bethang-Idee eine Plattform.
Die Leiter der teils staatlich, teils städtisch, teils privat finanzierten Kunsteinrichtungen gehen insgesamt von 19000 Euro an Kosten aus. Bislang sind 130000 Euro gesichert, davon 80000 durch Eigenmittel und 50000 durch andere. Die Zukunftsstiftung der Sparkasse sorgt für die Finanzierung der Begleitpublikation. Der Katalog soll bereits zur Eröffnung am 16. März 2012 vorliegen, die Ausstellung bis 17. Juni 2012 zu sehen sein.
Mi. 23.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Fr. 30.09.11
Fr. 30.09.11
Di. 24.05.11
Di. 25.01.11
Mo. 13.12.10