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Bereits eröffnet wurde in St.Egidien die Ausstellung „Lema Sabachtani“. Bis zum Ende der ION (8. Juli) sind hier in abstrakt anmutenden Farbholzschnitten auf Buchbinderleinen „14 Stationen des Kreuzweges“ aus der Künstlerhand von Bernd Zimmer zu besichtigen – an Freitagen auch Mitternachtsöffnungen bis 24 Uhr. „Die Ausstellung ist ein missionarischer Dienst“, meint Egidienpfarrer Heinrich Weniger.
Der nach vier ereignisreichen Jahren scheidende Wilfried Hiller billigt seinen musikalischen Konzepten, die er für die ION kreierte, eine Grenzen sprengende Funktion zu. Erinnert sei an klangliche Ausdrucksformen anderer Religionsgemeinschaften wie dem Buddhismus. Mit einem Hiller-Werk, der Kirchenoper „Augustinus“, geht das abwechslungsreich strukturierte Programm am 8.Juli zu Ende. Als Höhepunkte gelten unter anderem die Chorkonzerte mit dem „via-nova-chor“ und Münchner Rundfunkorchester (Paradisi Gloria), ein Auftritt der Thomaner zum 800-jährigen Bestehen und ein Konzert des Hans-Sachs-Chors unter Julian Tölle mit Ensemble Kontraste. Pia Praetorius und die „schola cantorum nürnberg“ sind in St. Egidien mit Gesängen von Carlo Gesualdo da Venosa zu hören.
Fünf Mittagskonzerte in der Frauenkirche setzen sich in Auftragswerken mit dem Schaffen Albrecht Dürers auseinander, der in der „Nacht der klingenden Bilder“ mit einem kammermusikalischen Marathon im GNM geehrt wird. Gedenkfreudig geht es aus Anlass des 75. Geburtstags von Orffs Chorknüller „Carmina Burana“ zu – unter Mitwirkung des Münchner Marionettentheaters im GNM.
Die Veranstaltungen werden sehr gut nachgefragt, erklärte die ION-Leitung gestern. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Doch für das Konzert der Thomaner meldet das Kartenbüro „total ausverkauft.“ Ausführlichen Lesestoff mit musikgeschichtlichem Hintergrund bietet das von Susette Clausing auf 186 Seiten kenntnisreich verfasste Programmbuch.

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