14°C
Samstag, 18.05. - 12:53 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Gluck-Festspiele: Orpheus steigt in den Burgberg hinab

Programm der Gluck-Festspiele - 19.03.2010

Gehörig aufgefrischt gehen in Nürnberg heuer die Internationalen Gluck-Opern-Festspiele, nach 2005 und 2008, in die dritte Runde. Unter den planenden Händen von Staatsintendant Peter Theiler wird mit dem Motto »Gluck, Paris und die Folgen« das Hauptaugenmerk auf das Wirken des Opernreformers in der Seinemetropole und seinen Einfluss auf Komponisten wie Hector Berlioz gelegt. Mit der Verlegung des Festivaltermins vom Frühjahr auf den Sommer (16. bis 23. Juli) hofft Theiler tatsächlich, Publikum, das zu den Bayreuther Festspielen reist, in Nürnberg zu einem Gluck-Zwischenstopp animieren zu können.

Sie soll Bayreuth-Besucher nach Nürnberg umleiten: Anne Sofie von Otter.
Sie soll Bayreuth-Besucher nach Nürnberg umleiten: Anne Sofie von Otter.
Foto: PR

Immerhin wird heuer dank neuer Kooperationspartner ein hochkarätiges Programm mit renommierten Künstlern geboten. Zur Eröffnungsgala im Opernhaus reisen die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter und der für seine Gluck-Einspielungen bekannte Marc Minkowski mit seinem Ensemble Les Musiciens du Louvre an.

Einen Tag später verpflanzt die Uraufführung des Programms »Orpheus@Felsen.Gaenge« den von Gluck thematisierten Orpheus-Mythos in die fränkische Variante der Unterwelt – die Felsengänge unter dem Burgberg. An dem Projekt sind auch die Städte Neapel und das südfranzösische Bayonne beteiligt, die das von drei Regisseuren (darunter Andreas Baesler) als Mischung aus Installation und Performance erarbeitete Projekt später ebenfalls zeigen wollen. Denn sie sind ebenfalls unterhöhlt, wie Theiler schon in eigener Anschauung erfahren durfte: »Auch Neapel hat eine Unterwelt«, sagte der Staatsintendant.

Anders als im Mythos soll die Nürnberger Orpheus-Variante ein Happy-End haben, versicherte Dramaturg Johann Casimir Eule gestern bei der Programmvorstellung: Die Besucher sollen die kühle Unterwelt wieder verlassen dürfen, als Belohnung warten Bier und Bratwürste in der Altstadthof-Brauerei auf die Wagemutigen.

Ein »absolutes Opern-Juwel« verspricht die Kooperation mit den Schwetziger Festspielen, die am 20. Juli die tragédie lyrique »Andromaque« von André-Ernest-Modeste Grétry ins Opernhaus bringt. Grétry war Glucks freundschaftlich verbundener Konkurrent in Paris, seine Oper nach Jean Racines gleichnamiger Tragödie wurde seit ihrer Uraufführung 1780 nie wieder inszeniert. Dass sie in Nürnberg - nach der Schwetzinger Premiere am 23. April – in der gleichen Woche wie Claus Guths wiederaufgenommene Erfolgsinszenierung von Glucks »Iphigénie en Tauride« (18. Juli) gezeigt werde, sei eine einmalige Konstellation, so Eule.

Hervé Niquet, der mit seinem Ensemble »Le Concert Spirituel« die Ausgrabung dirigieren wird, leitet am 23. Juli auch die Nürnberger Philharmoniker beim Konzert mit der französischen Sopranistin Véronique Gens, bei dem Werke von Gluck, Mozart, Arriaga und Berlioz auf dem Program stehen.

Weitere Kooperationspartner sind die Nürnberger Symphoniker, die unter der Leitung von Michael Hofstetter Berlioz’ Fassung von Glucks »Orphée et Euridice« – mit Orpheus als Mezzosopran – konzertant aufführen werden.

Der Jazzer Thilo Wolf und seine Band wagen sich zusammen mit der Sopranistin Melanie Hirsch auf dem Klarissenplatz an »Gluck and friends«. Das Junge Tonkünstler Orchester Bayreuth spielt im Historischen Rathaussaal sinfonische Musik, die im Kontext der französischen Revolution entstanden ist.

Und auch das Internationale Kammermusikfestival Nürnberg kooperiert. Bei der Tanzoper »Schau nicht zurück, Orfeo!« bringen sich Schüler mit Migrationshintergrund choreografisch zur Musik von Stefan Hakenberg ein, Frances Pappas singt den Orpheus.

Wieviel Geld angesichts der Stars und Kooperationen beim Gluck-Festival heuer bewegt wird, wollte Hauptsponsor und »Glucks Stellvertreter auf Erden«, Hans-Peter Schmidt, nur andeuten. »Zwischen einer halben und einer Million Euro« betrage der Gesamtetat, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Nürnberger Versicherungen sybillinisch. 

Thomas Heinold


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Aktueller Zeitungstitel Nürnberger Zeitung
  • Ihre Zeitung – Infos ohne Umwege. Das lesen Sie am Wochenende in der NZ:
  • Wie man sich gegen Ärztepfusch schützen kann
  • Für was Nürnberg am dringendsten Geld braucht
  • Was Nahtod-Erlebnisse über das ewige Leben verraten

Themen am Wochenende

Blende 2013
Blende 2013 - Aktion für Fotoamateure
User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Fupa Banner

NZ Facebook neu
            
     

Lesezeichen - Buchtipps
Brauereien und Brauereigasthöfe in Franken

Die fränkische "Bier-Bibel" mit Herzblut und dem Blick fürs süffige Detail.

Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


Termine
Alle

"Der Meistertrunk"

Samstag
18
Mai
Kategorie: Bühne
Beginn: 15:00 Uhr
Wo: Rothenburg ob der Tauber - Rathaus
Suche wird durchgeführt...

Nervpromis
NERV-PROMIS

Frankenwiki-Tipp
Diese Woche:
in Bad Brückenau bietet seinen Besuchern eine Dauerausstellung über die Geschichte und aktuelle Entwicklungen des Fahrrads. Das unterfränkische Museum beherbergt die derzeit umfangreichste und qualitativ hochwertigste Sammlung historischer Fahrräder in Deutschland.
Franken-Wiki direkt durchsuchen: