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„An der Porta Nigra nagt der Zahn der Zeit“, sagt Marion Basten vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) in Trier. Von der LBB-Niederlassung sind es nur wenige Fußminuten zur „Porta“, wie die Trierer ihr Wahrzeichen liebevoll nennen. Basten wird den Weg bald häufiger zurücklegen, denn der LBB wurde vom Land Rheinland-Pfalz damit beauftragt, eine umfassende Bestandsaufnahme vorzunehmen. Diese soll die Basis für ein Restaurierungskonzept liefern.
Dass die Porta Nigra in die Jahre gekommen ist, erkennen die Besucher schon von weitem. Das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen wurde genau genommen auch nie richtig fertiggestellt, wovon bis heute die grob behauenen Steinquader zeugen.
In der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts errichtet, verbauten die Römer hier rund 25000 Kubikmeter Sandstein. 30 Meter ragt der Westturm des Stadttors empor, von ihm stürzten vor sechs Jahren mehrere Bröckchen Fugenmaterial auf den Vorplatz. Niemand wurde verletzt, doch die Denkmalpfleger waren alarmiert. Eine Untersuchung offenbarte dann den Handlungsbedarf.
Nein, versichert Basten, die Porta Nigra drohe nicht einzustürzen. Doch um das Monument der Nachwelt dauerhaft zu erhalten, dürfe man sich auch nicht zu viel Zeit lassen. Sowohl die Quader als auch das Dach sowie die Dekor-Reliefs und Bildmedaillons weisen Schäden auf.
An einer Restaurierung führt kein Weg vorbei, heißt es auch vonseiten des Landes, in dessen Eigentum sich das Weltkulturerbe befindet. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe ist in die Planung der Maßnahmen eingebunden, und weil es Vergleichbares wie die Porta Nigra hierzulande nicht mehr gibt, dürfte das Vorhaben bei Experten international auf großes Interesse stoßen. Ab 2015, so der aktuelle Plan, könnten die eigentlichen Arbeiten am Denkmal beginnen. Diese dürften sich bis in das kommende Jahrzehnt hinziehen.

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