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Zwischen Körperlichkeit und Illusion sind die Tänzer mal vor der Leinwand sichtbar, mal als Schattenbilder dahinter. Traum und Realität vermischen sich, doch die Illusion wird wie im epischen Theater immer wieder gebrochen.
Für ihre Schattenspiele nutzen die Spieler unterschiedliche Techniken, verschiedene Leinwände und Lichtquellen, Rahmen und Requisiten. Der Abstand zum Licht bestimmt die Größe des Schattens auf der Leinwand – damit lassen sich überraschende Effekte erzielen.
Die Körper sprechen ihre eigene universelle Sprache. In poetisch ineinander fließenden Bildern entsteht eine neue Dimension von Schatten und Tanz. Verblüffend sind die Figuren, die aus menschlichen Körpern entstehen. Mit ihrer beeindruckenden Körperartistik verwandeln sich die Schatten der Tänzer in fahrende Autos, Elefanten, aufgehende Blüten, in ein Flugzeug oder die Freiheitsstatue von New York.
Um Metamorphosen geht es in der Geschichte, die der „Sponge Bob“-Autor Steven Banks erdacht hat. Ein junges Mädchen auf der Schwelle zum Erwachsenwerden gerät in einem wilden Traum auf eine Entdeckungsreise in unbekannte Welten. Zwischen Wunschdenken und versteckten Ängsten treten in den einzelnen Traumsequenzen merkwürdige Kreaturen auf: Kannibalen versuchen sie in einer Suppe zu kochen, eine gigantische Hand verwandelt sie in ein „dog girl“, das als Jahrmarktattraktion ausgestellt wird. Und ein Zentaur erweckt ihre Weiblichkeit, die in einer erotischen ménage à trois ausgetanzt wird. Der Soundtrack des amerikanischen Filmkomponisten David Poe untermalt die Traumbilder mit atmosphärischen Klängen und Melodien.
Kraftvolle tänzerische Eleganz ist bei der Pilobolus-Truppe gepaart mit hohem artistischem Können. Die Tanzkompanie überzeugte als kreativer Grenzgänger zwischen Tanz und Artistik. Die 75-Minuten-Show wurde von dem begeisterten Publikum mit viel Applaus und Bravorufen bedacht.
Mo. 13.05.13
Mi. 08.05.13
So. 21.04.13
Do. 18.04.13