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Nicht weniger als „30 Künstler / 30 Räume“ werden bei der großen Gemeinschaftsausstellung ab 17. März einbezogen, mit der vier Nürnberger Einrichtungen erstmals gemeinsame Sache machen. Wie bereits angekündigt, hofft man im Neuen Museum (NM), der Albrecht-Dürer-Gesellschaft (ADG), der Kunsthalle und dem Institut für moderne Kunst, mit dem Kollektivprogramm aus regionalen und überregionalen Namen im documenta-Jahr Kunst-Touristen nach Franken zu locken.
Im Rahmen der Schau wird zum Beispiel der Aktionskünstler John Bock im NM ein Gesamtkunstwerk nach bester Beus’scher Tradition beisteuern. Marc Camille Chaimowicz zeigt Design-Räume in der ADG und im Zumikon lässt das Institut einen künstlerischen Reiseraum entstehen.
Bereits vorher, im Februar wartet NM-Direktorin Angelika Nollert in den Sammlungsräumen mit Werken des 1951 in Nürnberg geborenen Bildhauers, Malers, Fotografs, Autors und Videokünstlers Horst Münch auf. Was den Design-Bereich im Haus betrifft, sind bald Sitz-Skulpturen von Stefan Heiliger zu sehen.
Kunsthallen-Chefin Ellen Seifermann ermöglicht wieder einer Künstlerin die erste große institutionelle Einzelausstellung in Deutschland; ab 12. lenkt sie den Blick auf die Gemälde von Charline von Heyl (Jg. 1960), die derzeit in Philadelphia und Boston Erfolge feiert.
Im Anschluss daran ist in der Kunsthalle Nürnberg die Ausstellung „Goldrausch“ zu sehen, die den Fokus auf Gegenwartskünstler legt, die mit Gold arbeiten. Alicja Kwade, Jonathan Monk und der bereits 2011 großartig vorgestellte Michael Sailstorfer zeigen neue Arbeiten.
Kunstvereins-Leiterin Kathleen Rahn ermöglicht in der ADG ab 14. Januar eine Einzelausstellung der Malerin, Zeichnerin und Objektkünstlerin Gerda Scheepers (Jg. 1979). Die Schau ist Bestandteil des neuen Nürnberger „Marianne-Defet-Malerei-Preises“, in dessen Genuss die gebürtige Südafrikanerin als erste Künstlerin gekommen ist. „Low and Partial – Romantic Comedy“ heißt Scheepers’ Präsentation.
Eine weitere Stipendiatin des gleichen Preises ist Isabelle Fein, deren Werke 2012 vom Institut für moderne Kunst im Galeriehaus Defet vorgestellt werden. Im Zumikon wiederum darf man sich im Herbst über Werke der Nürnberger Künstlerin Verena Waffek freuen.
In Fürth legt der Leiter der Kunst-Galerie, Hans-Peter Miksch, ebenfalls Pläne für 2012 vor. Ab 23. März will er unter dem Titel „Rondo – Die Kunst ist rund“ Beiträge von Christian Faul (Berlin), Ursula Kreutz (Fürth), Uwe Esser (Krefeld), Tobias Lehner (Leipzig), Maria Maier (Regensburg) sowie Christine Nikol, Reinhard Wöllmer und Meng Yang (alle Nürnberg) präsentieren.
Ab 23. Mai wird es am Fürther Königsplatz dann Skulpturen des Schweinfurter Bildhauer-Paares Heike und Norbert Kleinlein zu sehen geben. Und unter dem verheißungsvollen (einem Gedicht von Paul Celan entlehnten) Motto „Lies nicht mehr – schau!“ zeigt die Nürnberger Künstlerin Sabine Richter ab 30. Juni Konkrete Fotografie.
Das Neumarkter Museum Lothar Fischer würdigt den Bildhauer Emil Cimiotti anlässlich seines 85. Geburtstags ab 5. Februar unter dem Motto „Den Raum ganz anders besetzen“. Lothar-Fischer-Preisträger Martin Wöhrl, der heuer im Sommer schon die Glasfassade des NM in Nürnberg gestaltet hat, zeigt ebenfalls neue Kunstwerke in der Oberpfalz: ab 20.Mai.
Nicht minder abwechslungsreich wartet Erlangens Kunstpalais-Leiterin Claudia Emmert t 2012 mit einem Ausstellungs-Reigen auf. Der Auftakt heißt „Keimzelle Erlangen“ am 20. Januar und enthält Werke des böhmischen Bildhauers Otto Herbert Hajek (1927–2005). Ab 31. März geht es in einer Gruppenschau ums „Töten“, ab 6. Juli wird der Künstler Thomas Locher (Jg. 1956) parallel zum Poetenfest Textarbeiten zeigen, bevor ab 21. September Benedigt Hipp (Jg. 1977) seine Tafelbilder in Öl auf Holz vorstellt.
Während das Germanische Nationalmuseum ab Mai wie erwähnt ganz auf den „Jungen Dürer“ setzt, beschert die Akademie der Bildenden Künste mit Aktionen zum 350-jährigen Bestehen ein sattes Programm. Im Fembohaus dreht es sich ab 16. Mai um die Barockzeit, im Doku-Zentrum ab 5. Juli um die Akademie während der Nazi-Jahre. Flankierende Ausstellungen wird es zum Akademie-Jubiläum im Kunsthaus (ab 19. April), Auf AEG (ab 10. Mai) und im NM (ab 9. November) geben. Auch die Blaue Nacht am 19. Mai steht unter studentischem „Einfluss“.
