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Erst unlängst gab es massive Proteste gegen die Gema-Tarifreform. Auch die drastische Erhöhung der Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten verärgerte viele. Gegen die Abgaben auf externe Festplatten wehrt sich nun der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Dessen Präsident Dieter Kempf erklärte gestern: "Die Forderungen der Verwertungsgesellschaften stehen in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung.“ Nach einer Studie der Nürnberger GfK würden externe Festplatten hauptsächlich für Backups verwendet.
Auch der Informationskreis Aufnahmemedien (IM) wendet sich gegen die Praxis der in der Zentralstelle für privaten Überspielungsrechte zusammengschlossenen (ZPÜ) Verwertungsgesellschaften. Die Forderungen seien völlig überhöht. Das System gehöre, wie in anderen europäischen Ländern auch, auf den Prüfstand.
Für Gema-Sprecher Peter Hempel ist die Kritik von Bitkom um IT Teil einer aktuellen Kampagne gegen die Gema. "Wir sind momentan für jedes Sommerloch gut", klagt Hempel. Der aktuelle Vorwurf sei allerdings unzutreffend. Zum einen seien insgesamt neun Verwertungsgesellschaften an der ZPÜ beteiligt. Die Gema sei also nicht allein verantwortlich. Zum anderen werde die Abgabe auf externe Festplatten bereits seit Oktober 2011 erhoben. Bitkom und IM versuchten hier nur Stimmung zu machen und ihre künftige Verhandlungsposition zu verbessern.

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