|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Offiziell läuft das europaweite Ausschreibungsverfahren für Büros und Labors noch bis Ende Februar. Es verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass die für die Region richtungsweisende Forschungseinrichtung auf dem früheren AEG-Gelände unterkommen soll.
Einige Beteiligte bei den Kooperationspartnern – das sind die Universität Erlangen-Nürnberg, die Ohm-Hochschule, die Fraunhofer-Gesellschaft und das Zentrum für Angewandte Energieforschung Bayern – sprechen bereits von ihrer künftigen Arbeit auf dem Muggenhofer Areal. Der Nürnberger Wirtschaftsreferent Michael Fraas (CSU) verwies gestern zwar auch auf das laufende Verfahren, sagte aber, die Stadt habe „ein außerordentliches Interesse daran“, dass der Energie-Campus „auf AEG“ beheimatet werde.
Die staatliche Immobilienverwaltung „Immobilien Freistaat Bayern“ (Imby) wollte ursprünglichen Planungen zufolge bereits im November 2011 den Mietvertrag über Flächen von insgesamt 6000 Quadratmetern unterschreiben. Imby-Geschäftsführer Dieter Knauer erklärte den Verzug mit „sehr aufwändigen Raumplanungen“, die auf die „Anforderungen der Professoren“ zurückzuführen seien. „Wir haben die Zuschlagsfrist bis Ende verlängert, und ich bin zuversichtlich, dass wir bis dahin auch zu einem Abschluss kommen“, sagte Knauer. Zur Zahl der Bieter könne er keine Angaben machen. Es sei „jedoch kein Geheimnis“, dass die MIB-Gruppe, die das Ex-AEG-Gelände vermarktet, sich für den Bestellbau beworben habe, so Knauer.
Projektleiter Bertram Schultze will keine Details zu dem Gebäude preisgeben, mit dem sich die MIB bei der Imby beworben hat. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich um einen der ehemaligen Produktionstrakte auf dem Südgelände zwischen Fürther Straße und Muggenhofer Straße handelt. Bis März 2007 produzierte Electrolux hier Waschmaschinen.
Der Standort im Nürnberger Westen, vis-à-vis der zweiten großen Industriebrache bei Quelle, gilt auch deswegen als Favorit für den Energie-Campus, weil dessen Finanzierung aus dem Strukturprogramm für Nürnberg und Fürth stammt, das der Freistaat im November 2009 – kurz nach der Quelle-Pleite – aufgelegt hatte. Ein prestigeträchtiges Forschungszentrum in Nürnberg-West würde die oft geäußerten Versprechen der Politik um Unterstützung für den Strukturwandel ein Stück weit einlösen.
