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1. September 2009: Für die wichtigsten Arcandor-Gesellschaften – darunter Karstadt – wird das Insolvenzverfahren eröffnet.
10. November: Gläubiger geben grünes Licht für den Verkauf von Karstadt an einen Investor. Dennoch stehen harte Einschnitte bevor.
1. Dezember: Zehn Karstadt-Standorte mit teils mehreren Häusern sollen nach Angaben der Insolvenzverwaltung geschlossen werden. Etwa 1200 Mitarbeiter sind betroffen.
15. März 2010: Beim Essener Amtsgericht wird ein Insolvenzplan vorgelegt. Die Gläubiger stimmen zu.
23. April: Als erster Interessent legt der Finanzinvestor Triton ein Angebot für Karstadt vor.
21. Mai: Es wird bekannt, dass die vom Investor Nicolas Berggruen gesteuerte Investmentgesellschaft Berggruen Holdings sämtliche Karstadt-Aktivitäten übernehmen will.
28. Mai: Das Angebot des Karstadt-Vermieters Highstreet wird bekannt.
31. Mai: Das Gericht verschiebt den Termin zur Annahme des Insolvenzplans auf den 10. Juni. Er wird noch mehrmals verschoben.
7. Juni: Berggruen erhält vom Gläubigerausschuss den Zuschlag für die Warenhauskette und unterschreibt den Kaufvertrag unter Vorbehalt. Berggruen fordert von Highstreet, dem etwa zwei Drittel der Karstadt-Immobilien gehören, Mietsenkungen.
14. Juni: Eine erste Verhandlungsrunde in London um die Mieten endet ohne Ergebnis. Am 20. Juni lehnt Berggruen ein neues Angebot von Highstreet über Mietsenkungen von mehr als 400 Millionen Euro ab.
1. August: Ein Angebot des italienischen Warenhausbetreibers Maurizio Borletti wird bekannt. Er will Karstadt für 100 Millionen Euro übernehmen. Der Insolvenzverwalter verweist auf den Vertrag mit Berggruen.
10. August: Das Gericht verschiebt die Entscheidung erneut.
26./27. August: Berggruen hat sich mit der Valovis-Bank geeinigt. Die Bank hatte Highstreet ein Darlehen über 850 Millionen Euro gewährt und im Gegenzug 53 Waren-, Sport- und Parkhäuser als Sicherheit erhalten. Die Deutsche Bank signalisiert Unterstützung für Berggruen.
31. August: Görg weist Borlettis Angebot als substanzlos zurück.
