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Die Bender-Zwillinge, sportlich groß geworden beim TSV 1860 München und inzwischen Stammkräfte in Leverkusen und Dortmund, gelten als unglamouröse, bodenständige Musterprofis. Twitter und Facebook sind nicht ihr Ding, wilde Tattoos oder extravagante Frisuren sucht man beim bayerischen Brüderpaar vergebens. Wollte man einen Gegenentwurf zu Cristiano Ronaldo erschaffen, die biederen Benders wären prädestiniert.
Dass nun just Lars B. eine nervöse Nation mit seinem Siegtor gegen Dänemark erlöste, ist vielleicht eine der charmantesten Geschichten dieser EM. Nicht nur wegen des wichtigen Treffers gilt der 23-Jährige als Joachim Löws neuer Lieblingsschüler. Auch wenn der Aushilfs-Rechtsverteidiger gegen Griechenland wohl wieder dem zuletzt gesperrten Jerome Boateng weichen muss, scheinen seine Perspektiven im DFB-Team glänzend.
Ähnlich cool wie vor dem dänischen Tor zeigte sich Bender übrigens bei der Pressekonferenz. Mit seinem trockenen Humor („Mir blieb nichts anderes übrig, als den Ball reinzuschießen. Ich hätte 80 Meter wieder zurücklaufen müssen.“) sammelte der eloquente Startelf-Debütant auch bei den Medien Pluspunkte. Die Kurzcharakteristik für die WM-Beilage 2014 dürfte um einiges leichter von der Hand gehen.

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