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Der 53-Jährige vertritt Positionen, die eher liberalen Zeitgenossen die Haare zu Berge stehen lassen. So plädiert der tief religiöse Vater von sieben Kindern für ein generelles Verbot von Abtreibungen (auch bei Inzest oder Vergewaltigung), bezeichnet Homosexualität als krank, lehnt einen Abzug aus Afghanistan ab, solange die Taliban nicht „kastriert“ seien und befürwortet einen Militärschlag gegen den Iran, weil der seit der islamischen Revolution von 1979 „Krieg gegen die USA“ führe.
Das ist nur eine kleine Auswahl der Überzeugungen Santorums, die ihm unter den republikanischen Rechten Sympathien einbringen.
Wirklich große Chancen, am Ende des Vorwahlmarathons gegen Barack Obama antreten zu dürfen, hat der ehemalige Senator von Pennsylvania aber nicht. Dazu verfügt der Jurist nicht über das nötige Geld und die entsprechende Wahlkampfmaschinerie – im Gegensatz zu Multimillionär Mitt Romney, der weiter als Favorit gehandelt wird.
Aber Santorums jüngste Erfolge belegen die tiefe Spaltung der republikanischen Partei in einen eher moderaten Flügel und in eine radikal konservative Basis, die in der Tea-Party-Bewegung ihr Zuhause gefunden hat. Egal, ob am Ende Romney, Santorum oder der inzwischen schon abgeschlagene Newt Gingrich das Rennen macht – ihm wird der Makel anhaften, dass nicht die gesamte Partei hinter ihm steht. Ein Glücksfall für Barack Obama.
