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Allzu viel Überzeugungsarbeit musste der Mann, von dem allenthalben erwartet wird, dass er in absehbarer Zeit den umstrittenen FIFA-Boss Sepp Blatter beerbt, gar nicht leisten. Aus wirtschaftlicher Sicht ist sein Konzept schlüssig. In Zeiten der Euro-Krise lastet die Verpflichtung, neue Stadien, Flughäfen und Straßen zu bauen, nicht nur auf den Schultern eines oder zweier Länder.
13 verschiedene Nationen als Gastgeber lassen zudem kleine Staaten davon träumen, auch einmal im Rampenlicht zu stehen. Platini, der stets damit kokettiert, die Interessen der Kleinen sehr ernstzunehmen, schärft mit dieser Strategie weiter sein Profil. Dass sich die Euphorie einer EM in 13 verschiedenen Ländern ganz nebenbei auch 13 Mal optimal vermarkten lässt, spielt in den Überlegungen ihrer Lizenzgeber logischerweise auch eine zentrale Rolle.
Ob sich Platini in sieben Jahren auch von den Fußballfans auf dem ganzen Kontinent feiern lassen darf, bleibt abzuwarten. Der Charme eines vierwöchigen Turniers, bei dem sich ein, bislang maximal zwei Gastgeber in all ihren Facetten präsentieren konnten, bleibt auf der Strecke. Im wahrsten Sinne des Wortes – angesichts von Distanzen wie Lissabon – Moskau, London – Istanbul oder Berlin – Barcelona...

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