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Offenbar ziemlich viel. Denn ARD-Fußballexperte Mehmet „Scholli“ Scholl hatte Gomez nach dem Portugalspiel trotz seines Tores mit einem „Dekubitus-Spruch“ kritisiert: „Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss." Scholl spielte damit auf die mangelnde Laufbereitschaft und die fehlende Deckungsarbeit von Gomez an. Das wurde ihm von vielen übelgenommen. Inzwischen hat Scholl sich auch entschuldigt („Ich bin stolz auf Mario“).
Dennoch: Die Grenze zwischen persönlicher Kritik und Coaching ist oft fließend. Und Gomez scheint durchaus etwas Druck zu benötigen. Sein Tor gegen Portugal erzielte er schließlich auch erst, nachdem Trainer Jogi Löw bereits Miroslav Klose warmlaufen ließ, um Gomez so zu signalisieren, dass es jetzt reicht.
Gegen Holland war es dann die Scholl-Attacke, die Gomez zu Höchstleistungen antrieb. Um es dem Kritiker zu zeigen, schoss er sogar zwei Tore und lief zudem mehrfach nach hinten, um dort auszuhelfen. Andere, nicht kritisierte und mit Stammplatzgarantie ausgestattete Spieler blieben demgegenüber auffallend blass.
Vielleicht sollte auch bei ihnen der Erfolg versprechende Scholli-Effekt Anwendung finden. Am Ende wird Mehmet Scholl dann zwar von allen Nationalspielern geschnitten, dafür sind wir Europameister.
Insofern ist er doch unser lieber Scholli. Gerade, wenn er ohne Rücksicht auf Verluste losledert und sich um Druckgeschwüre Sorgen macht.

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