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Kommentar: Radikaler Wandel im Versandhandel

Vor Glück schreit keiner - 20.07.2012 20:43 Uhr

Auf der anderen Seite meldet jetzt der Schuhversandhändler Zalando (Werbeslogan: „Schrei vor Glück!“) 510 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr – eine Verdreifachung zum Vorjahr. Wie hoch der Gewinn ist, darüber schweigt sich der Online-Händler allerdings aus. Sicher nicht grundlos. Denn auch den modernen Versandhändler treiben Probleme um. Bei Zalando ist das der menschliche Fuß. (S. 21)

Der fällt häufig unterschiedlich aus. Auch die richtige Schuhgröße garantiert nicht, dass man – und vor allem frau – im gelieferten Schuhwerk schmerzfrei laufen kann. Zalando kämpft mit einer enormen Zahl von Rücksendungen, zumal der Händler günstige Rückgabemöglichkeiten gewährt. Und so bequem, sich den Weg zur nächsten Packstation zu sparen, sind die meisten Kund(inn)en eben doch nicht.

Auch wenn Zalando also öffentlich vor Glück schreit: Ganz so toll scheint auch der moderne Vorzeigeversandhandel nicht zu funktionieren. Selbst Amazon ist da kein Gegenbeweis. Denn hier wird nur eine Plattform angeboten. Die Waren vorrätig halten, verschicken und eventuell wieder zurücknehmen, das tun andere.

Die Nutznießer der aktuellen Situation sind also weniger die Versandhändler, sondern Plattformen wie Amazon, Paketdienste wie DHL und der modebewusste Kunde. Fragt sich allerdings, wie lange noch. 

Peter Viebig

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