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Zu teuer? Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, was sich der BR mit wieviel Personal ansonsten leistet. Stundenlange Übertragungen vom Münchner Oktoberfest beispielsweise. Das wollen ja nicht mal die Münchner Bussi-Bussis sehen, weil sie vor lauter Gratis-Partys auf der Wiesn keine Zeit zum Glotzen haben. Zählt also nicht, das Argument.
Etwas anders ist das mit Wilhelms zweiter These. In der Tat müssten die beiden Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr, vielmehr ihre in Würde ergrauten Darsteller Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl, um ihre Publikumsgunst fürchten, wenn auf einmal ein junges, unverbrauchtes, knackiges Nürnberger Fahnder-Duo ermitteln würde.
Wer dafür infrage käme? Selbstverständlich Volker Heißmann und Martin Rassau! Schließlich können die beiden alles außer Hochdeutsch; und man würde sie endlich davon befreien, immerzu in Fürth Waltraud und Mariechen geben zu müssen. Das hält doch kein Mensch aus!
In Fürth dürften die beiden natürlich nicht ermitteln. Das wäre nämlich völlig unglaubhaft. Denn in Bayerns sicherster Großstadt ist für zwei „Tatort“-Kommissare einfach zu wenig los.
Weil BR-Intendant Wilhelm dies vermutlich weiß, will er nun dafür sorgen, dass aus Nürnberg wenigstens ein „Heimatkrimi“ kommt. Auch dafür sind Waltraud und Mariechen hervorragend geeignet. Sie müssten sich nicht mal umziehen.
