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Wie sich die NZ für einen Tag zur KuNZ verwandelt

Wenn der Konferenzraum zum Atelier wird - Nervöse Neugierde in allen Ressorts - 11.07.2012 07:00 Uhr

In der Mittagskonferenz wurden die Kunststudenten den Ressorts zugeteilt. Danach konnte es losgehen.

In der Mittagskonferenz wurden die Kunststudenten den Ressorts zugeteilt. Danach konnte es losgehen. © Hagen Gerullis


So gut besetzt ist der Konferenzraum der Nürnberger Zeitung selten. 16 Studierende der Kunstakademie warten gespannt auf die Vorgaben aus der NZ-Redaktion. Schließlich soll für die Sonder-Edition zum Jahr der Kunst alles so reibungslos ablaufen wie an jedem anderen Tag, an dem die Tageszeitung produziert wird — obwohl doch so vieles anders ist.

Sichtbarste Zeichen dieses Ausnahmezustands sind ein Team des Bayerischen Fernsehens und eine Videojournalistin des Portals nordbayern.de Die Nachwuchs-Designer haben ihre Laptops mitgebracht, damit sie ihre Werke mit gewohnten technischen Mitteln produzieren können.

Nach dem Startschuss um 11 Uhr wird in den einzelnen Ressorts heftig diskutiert. Mirjam-Fee Barsties und Kai Schmitzer haben sich die Wetterkarte vorgeknöpft. Sie haben E-Mails an verschiedene Internetnutzer in Deutschland geschickt und um persönliche Wettervideoclips gebeten. Diese sollen die Zeitungsleser per QR-Code und Handy ansehen können. So mischen sich die Medien.

Andere bevorzugen Zeichnungen, ganz im Sinne ihres Professors Holger Felten, der beim Startschuss daran erinnert, dass es bei der Kooperation mehr um illustrative Elemente als um Kunst gehe. Dürer verdiente auch mit Grafiken Geld, schlägt Chefredakteur Raimund Kirch den Bogen zum Jahr der Kunst. Die Studierenden setzen ihre Bildideen kunstvoll um.

 

 

 
Raphael Unger sitzt konzentriert vor seinem Bildschirm. Der Redaktionsschluss nähert sich und in seiner Illustration für den Wirtschaftsteil müssen noch einige Details nachgearbeitet werden. Dennoch findet der 21-jährige Zeit für ein kurzes Statement: „Es ist eine große Ehre hier zu arbeiten.“

Dabei haben einige schon seit längerem keine Tageszeitung mehr in der Hand gehalten. „Keine Zeit und zu teuer“, sagt Alessa Flemming knapp. Zuhause haben die Eltern sogar zwei Zeitungen abonniert. Dann beugt sich die 23-Jährige wieder über ihre Seite. Sie hat es übernommen, eine Fotostrecke in eine Zeichnung umzuwandeln. Das ist viel Arbeit und deswegen hat sie sich die ganze Nacht mit der Vorbereitung um die Ohren geschlagen.

Die Redakteure planen in der Zwischenzeit die Seiten, obwohl sie länger als üblich auf die Bildelemente warten müssen. Doch das starke Interesse anderer Medien hält sie auf Trab. Normalerweise stellen die NZ-Redakteure die Fragen. Jetzt finden sie sich in der ungewohnten Rolle der Befragten wieder.

Chefredakteuer Raimund Kirch erläutert geduldig die Idee und strahlt in die Kameras. Dann ist es Zeit für den Leitartikel. Im Hintergrund bemüht sich die technische Abteilung gemeinsam mit den Chefs vom Dienst, alle Werke druckfertig zu machen.

Bis zum Andruck gegen 22.30 Uhr herrscht nervöse Neugierde in der Redaktion. Dann, voilà, die KuNZ ist da.

Weitere Beiträge finden sich auf www. BR.de und am Mittwoch, 11. 07. um 18.30 Uhr werden Exemplare bei der Absolventenausstellung in der Bingstraße in Nürnberg verteilt.
 

  

Petra Nossek-Bock

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