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Wieder führte der Hundetransport aus Osteuropa über die A3, diesmal in einem Pkw aus Tschechien. In dessen Kofferraum hat die Feuchter Polizei die 15 kleinen Hunde in der Nacht auf den 3. Mai gefunden. Die kleinen Vierbeiner hatten während der Fahrt weder Futter noch Wasser und waren nicht in Transportboxen untergebracht. Noch in der Nacht auf Donnerstag wurde der Tiernotdienst des Tierheims Feucht alarmiert. Ein Welpe musste inzwischen wegen seines schlechten Gesundheitszustandes in die Tierklinik.
Unterschiedliche Rassen wurden in dem Auto transportiert: Chihuahua, Cocker Spaniel, Schäferhund, Berner Sennenhunde, Möpse, Bernhardiner. Für die 15 Hunde führte der Fahrer nur elf tschechische Impfpässe mit, außerdem einen Impfpass, der zu keinem der Hunde passte. Die Tierschützer haben Zweifel an der Authentizität der Dokumente. Außerdem handelt es sich nicht um EU-Heimtierausweise, die für den Transport notwendig gewesen wären.
Der Fahrer wurde zunächst in Haft genommen, am nächsten Tag wieder freigelassen. Die Hunde wurden sofort ins Tierheim Feucht gebracht, wo sie in Quarantäne genommen wurden, da der Gesundheitszustand unklar ist. Die meisten der Hunde machen einen guten Eindruck, einige sind aber eher schwach. Die Tiere werden untersucht, außerdem werden die Kleinen grundimmunisiert.
Herbert Sauerer, der 1. Vorsitzende des Feuchter Tierheims, bittet um Verständnis, dass derzeit noch keinerlei Aussagen zur späteren Vermittlung der Hunde gemacht werden können. Die Welpen können auch nicht besichtigt werden, solange sie sich in Quarantäne befinden. Diese Phase dauert sicher noch mehrere Wochen an. „Wir bitten daher, auf Anfragen in diese Richtung zu verzichten. Wichtig ist zunächst, dass sich die Tiere vom Stress, den sie durchgemacht haben, beruhigen, dass sie sich erholen und sich ihr gesundheitlicher Status stabilisiert“, betont Sauerer.
Die Polizei leitete ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein. Immer häufiger werden billige, aber oft nicht gesunde Hundebabys aus Osteuropa in den Westen gebracht. „Der Welpenhandel ist ein Millionengeschäft geworden“, sagt Birgitt Thiesmann von der Tierschutz-Stiftung „Vier Pfoten“. Die Tierheim-Leitung appelliert an potenzielle Halter, beim Kauf aufzupassen: Empfohlen wird, den Hund schon als Welpen mehrfach zu besuchen und darauf zu bestehen, die Elterntiere zu sehen. Auch wer mehrere Rassen anbietet, gilt als verdächtig.
Wer den Welpen im Feuchter Tierheim helfen möchte, kann dies am bestem mit einer Spende tun. Spendenkonto Nr. 1012011 bei der Sparkasse Nürnberg, BLZ 76050101, Stichwort „Kofferraum-Welpen“.

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