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Über die Bewilligung des Antrags mit Höchstförderung berichtete Bürgermeister Benedikt Bisping (Grüne) in der letzten Stadtratssitzung vor der Weihnachtspause. Gemeinsam mit Professor Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik (IfE) der Hochschule Amberg-Weiden und Richard Knauer, dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Lauf, hatte sich Bisping in den letzten Monaten um diese Förderung bemüht. «Diese besondere Förderung ist eine hohe Auszeichnung und Würdigung der bisherigen lokalen Klimaschutzaktivitäten in der Pegnitzstadt», betonte Professor Brautsch in einer Pressemitteilung.
Zur weiteren Umsetzung des Laufer Klimaschutzplans beschloss der Stadtrat einstimmig, ein Laufer Zentrum für Energieeffizienz und Klimaschutz zu gründen und sich selbst als Gesellschafter daran zu beteiligen. Die neue Gesellschaft soll zusammen mit dem IfE der Hochschule Amberg-Weiden, Laufer Institutionen und Experten einen kommunalen Klimaschutzplan entwickeln.
Schon jetzt, so Bisping, gebe es konkretes Interesse aus Industrie und Finanzwelt für das neue Projekt. So hätten bereits erste Gespräche mit örtlichen Industriebetrieben stattgefunden, hieß es weiter in der Mitteilung.
«Nach dem erfolgreichen Start des Zentrums für Werkstoffanalytik (ZWL) wollen wir uns in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen sowie der Laufer Wirtschaft als moderner Standort für Zukunftsthemen weiterentwickeln und gleichzeitig Arbeitsplätze und Märkte in der Metropolregion Nürnberg sichern», so der Bürgermeister.
Ziel sei es, sich als eine der klimafreundlichsten Kommunen zu entwickeln und weiter auf regenerative Energieträger und Einsparungen zu setzen. Durch einen integrierten Klimaschutzplan sollen nach einer Bestandsanalyse konkrete Projekte zur Energieeffizienz und CO2-Einsparungen umgesetzt werden. So wolle man bis spätestens 2030 «komplett auf umweltfreundliche und klimafreundliche Energieträger bei der Stadt Lauf umstellen».
Ein dauerhaftes Engagement der Kommune im Bereich des Umweltschutzes erleichtert das Umweltministerium durch seine Förderung: Ein Klimaschutzmanager wird künftig mit 80 Prozent gefördert. Konkrete innovative Projekte und Techniken, die zur CO2-Reduktion beitragen, werden mit bis zu 60 Prozent gefördert.
Detaillierte Untersuchung geplant
Um CO2-Emissionen im Stadtgebiet Lauf zu reduzieren, plant die Stadt eine detaillierte Untersuchung des CO2-Ausstoßes in privaten Haushalten, Gewerbe, Industrie, kommunalen Liegenschaften und im Verkehr. Die Stadt will dann auf der Grundlage der gewonnenen Daten konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien entwickeln. Dabei soll auch die Öffentlichkeit eingebunden werden, so die Stadt Lauf.
Bei der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes bekommt die Stadt Lauf Unterstützung durch das Institut für Energietechnik GbR (IfE) an der Hochschule Amberg-Weiden und das Laufer Zentrum für Energieeffizienz und Klimaschutz (ZEK). Das ZEK soll dann Umsetzung des Maßnahmenkatalogs betreuen. NZ
